Magath zieht die Zügel beim VfL an
Wolfsburg Nach den zuletzt schwachen Leistungen zieht Trainer Felix Magath die Zügel an. So will er seinen VfL Wolfsburg wieder in die Erfolgsspur bringen.
In englischen Wochen wird bei den meisten Fußball-Bundesligisten eigentlich etwas weniger trainiert. Doch beim VfL Wolfsburg ist das anders. Am Donnerstag standen bei den „Wölfen“ gleich zwei Einheiten auf dem Programm, genauso wie am Mittwoch, einen Tag nach der 0:3-Niederlage beim FC Bayern München. Neben Lauftraining schulte Magath am Mittwoch seine Mannschaft auch im taktischen Bereich. Gestern kamen noch die berüchtigten Medizinbälle dazu – etwa 25 Minuten absolvierten die VfL-Profis Zirkeltraining. Erholung von zwei Spielen innerhalb von vier Tagen sieht anders aus.
Den Einsatz der Schleifermethoden haben sich die Wolfsburger aber selbst zuzuschreiben. Zwei Punkte holten sie nur aus den vergangenen vier Partien, kassierten dabei krachende Niederlagen gegen Hannover und München. „Die Einstellung stimmt nicht. Das muss besser werden. Wir haben ohne Leidenschaft, ohne Druck gespielt“, sagt Mittelfeldspieler Josué.
Offiziell will Magath dieses Urteil seines Spielers nicht bestätigen. „Ich bemängle nicht die Einstellung. Ich weiß, dass es in der Mannschaft stimmt“, sagt er. Die Kritik an seiner Truppe sei nach der 0:3-Pleite zu hart gewesen. „Was in München gefehlt hat, waren die Zweikämpfe. Läuferisch waren wir besser als der Gegner. Wir haben es aber nicht geschafft, die Bayern zu stellen. Dadurch ist der Eindruck entstanden, wir hätten uns nicht gewehrt“, sagt Magath. „Die Bayern waren aber auch sehr gut “, fügt er hinzu.
Diesen Aussagen zum Trotz zieht er die Zügel an. Denn mit fünf Punkten liegt der VfL weit hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Am Sonntag im Heimspiel gegen Mainz (17.30 Uhr, VW-Arena) müssen die Wolfsburger gewinnen, um eine Krise abzuwenden. „Das würde sicherlich einiges lösen. Das sieht man an Hoffenheim oder Hamburg. Ein Erfolgserlebnis und die Mannschaft spielt anders“, hofft er.
Als positiv bewertet Magath, dass sich seine Profis nach dem München-Spiel zusammengesetzt haben und wie Josué selbstkritisch mit der eigenen Leistung umgegangen sind. „Es ist ein gutes Zeichen, dass die Spieler mit der Partie in München nicht zufrieden waren“, sagt der Trainer. Nun erwartet er eine Reaktion auf dem Platz.



