Magath will Vertrag beim VfL bis 2015 verlängern
Wolfsburg Felix Magath wird Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg noch einige Jahre als Trainer, Manager und Geschäftsführer erhalten bleiben.
Gut möglich, dass der 58-Jährige schon in den nächsten Tagen seinen Vertrag verlängert.
„Ich denke, dass bald Vollzug vermeldet werden kann“, sagt Magath. Sein aktueller Vertrag läuft noch bis 2013. Er soll um zwei Jahre bis 2015 verlängert werden. „Das ist ein überschaubarer Zeitraum“, meint Magath.
Der VfL-Boss sieht seine Zukunft in Wolfsburg. Darüber ist er sich mit VW-Boss Martin Winterkorn und VfL-Aufsichtsrats-Chef Francisco Garcia Sanz einig. „Beide Seiten sind ganz entspannt, weil sie einen neuen Vertrag schließen wollen“, erklärt Magath. Es gehe nur noch um Kleinigkeiten, die geklärt werden müssen.
Der neue Kontrakt sei nur logisch, meint Magath, denn: „Als ich nach Wolfsburg zurückgekommen bin, da war ganz klar, dass wir längerfristig zusammenarbeiten wollen. Das Ziel ist, hier eine Mannschaft aufzubauen, die ständig in der Bundesliga-Spitze dabei ist und international mitspielt.“
Dieses Ziel wurde in der abgelaufenen Saison knapp verfehlt. „Die kurzfristige Entwicklung war nicht ganz so gut wie erhofft. Denn dafür hätten wir einen Platz besser abschneiden müssen“, räumt Magath ein. Dennoch sei es rückblickend richtig gewesen, das Ziel internationaler Wettbewerb ins Auge gefasst zu haben.
„In der Entwicklung sehe ich uns einen guten Schritt vorangekommen. Ich bin überzeugt, dass wir in der neuen Saison den nächsten Schritt machen. Das Ziel im nächsten Jahr ist es, uns europäisch zu etablieren“, unterstreicht Magath.
Auch wirtschaftlich habe er den VfL vorangebracht, betont der VfL-Boss. „Ich habe vor der Saison gesagt, dass wir sparen werden und dass ich darauf achte, dass die finanzielle Situation der sportlichen angepasst wird.“ Das habe gut funktioniert. Magath: „Wir sind in der Vorsaison knapp dem Abstieg entronnen. Mit einem Gehaltsgefüge, das im Mai 2012 gut fünf Millionen Euro unter dem liegt, was im Mai vergangenen Jahres für die Mannschaft ausgegeben wurde.“
Auch die Vorwürfe, er habe Millionen in neue Spieler investiert, will Magath so nicht stehen lassen. „Im Sommer haben wir im Grunde nur Spieler getauscht: Zum Beispiel Kjaer/Kyrgiakos, Friedrich/Russ, Ochs/Riether oder Cicero/Hitzlsperger. Es wurde einer abgegeben und ein anderer geholt – oftmals mit niedrigerem Gehalt als vorher“, sagt Magath.
Es habe nur eine Ausnahme gegeben: „Christian Träsch ist der einzige Spieler, für den Geld in die Hand genommen wurde.“ Der Ex-Stuttgarter wechselte für neun Millionen Euro nach Wolfsburg.

