Magath verteidigt Trainings- Methoden
Wolfsburg Felix Magath wehrt sich gegen Kritik. Die Sport Bild hatte berichtet, dass er seine Spieler nach der Bayern-Pleite hart angepackt und sogar Wasser rationiert habe. Falsch, meint der VfL-Trainer.
„Da wurde wieder einmal etwas nicht richtig dargestellt“, sagte Magath am Mittwoch, angesprochen auf die Berichterstattung. Vor allem die Sport Bild-Darstellung, er habe während des Waldlaufes am Tag nach dem München-Spiel die Wasserflaschen ausgekippt, so dass nur noch ein Viertel der Flaschen gefüllt war, relativiert er.
Für Magath war es ganz im Gegenteil sogar eine Teambuilding-Maßnahme. „Ich habe ihnen zehn Flaschen Wasser hingestellt und gesagt ‚Jetzt seht zu, wie ihr diese zusammen aufteilt‘, damit jeder weiß, dass er mit dem anderen etwas zu tun hat. Das war alles.“
Hauptgrund für den Ärger des VfL-Bosses war dabei nicht etwa die deutliche Niederlage beim Rekordmeister an sich, sondern das Verhalten der Spieler des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten, als ihr Torwart und Kapitän Diego Benaglio bei einer Rettungstat von Bayerns Arjen Robben am Kopf getroffen wurde und angeschlagen liegenblieb.
„Nicht einer seiner Mitspieler ist zu ihm gegangen, um sich um ihn zu kümmern, und auch nicht zum Schiedsrichter, um sich über die Aktion zu beschweren“, ärgert sich Magath. Das hätten nur die Bayern-Spieler getan. „Sie haben den Schiedsrichter bearbeitet, weshalb er wohl den Eindruck bekommen hat, dass er in dieser Szene falsch gepfiffen haben muss. Denn normalerweise wäre für eine solche Aktion eine Karte für Robben fällig gewesen.“
Die Szene mit Benaglio und Robben zeigte Magath seinen Spielern dann bei der Video-Analyse im Anschluss an den Waldlauf noch ganze dreimal – kommentarlos. In Kombination mit der Wasserflaschen-Aktion soll so wohl der Mannschaftsgeist nachhaltig gestärkt werden.
Kritik an seiner Arbeitsweise und seinen Maßnahmen lässt Magath wie gewohnt an sich abperlen. „Es mag vielleicht ungewöhnlich gewesen sein, aber ich fand das eine gute Idee von mir“, sagt er, lächelt süffisant und schiebt hinterher: „Wenn jemand glaubt, das wäre unmenschlich, muss ich mich natürlich bessern.“
