Magath verlässt Wolfsburg einen Tag eher
Wolfsburg Einen Tag eher als sonst macht sich VfL-Trainer Felix Magath mit seiner Mannschaft auf den Weg nach Düsseldorf. Das hat nicht nur sportliche Gründe.
Felix Magath will vor dem vielleicht entscheidenden Spiel um seine Zukunft nichts mehr dem Zufall überlassen. Deshalb zieht der Trainer des VfL Wolfsburg seine Mannschaft vor der Partie bei Fortuna Düsseldorf am Samstag zu einem Kurztrainingslager zusammen. Bereits am Donnerstag geht es für den VfL-Tross Richtung Westen, in Wolfsburg wird nicht mehr trainiert.
Positiver Nebeneffekt für den Trainer des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten: Durch die frühere Abreise umgeht er auch ein mögliches Gespräch mit dem VfL-Aufsichtsrat. Das Gremium hatte angeblich vorgehabt, Magath noch vor der Partie in Düsseldorf zur Aussprache zu bitten, hatte aber verpasst, dem Coach das mitzuteilen. „Dieser Termin ist mir neu“, hatte der 59-Jährige am Dienstag der Bild-Zeitung gesagt. Nun braucht er sich keine Gedanken mehr zu machen, ob und wann sich der Aufsichtsrat mit ihm treffen will. Zumindest vor der Partie gegen Düsseldorf hat sich der Coach damit eine für ihn unangenehme Krisensitzung mit der obersten Instanz der „Wölfe“ erspart.
Doch nicht nur deswegen zieht es den Trainer einen Tag früher als üblich zum Ort des nächsten Auswärtsspiels. Magath fordert von seiner Mannschaft volle Konzentration, nimmt die intensive Vorbereitung auf das Spiel daher bereits etwas früher auf.
Normalerweise macht sich der VfL auswärts vor Samstagsspielen erst am Freitag auf den Weg und absolviert nur noch das Abschlusstraining vor Ort. Doch diesmal wird die Mannschaft schon Donnerstag Vormittag losfahren – wahrscheinlich mit dem Zug. Wo genau die „Wölfe“ in der Nähe von Düsseldorf trainieren, ist noch nicht klar. Fest steht, dass noch am Donnerstag eine Einheit stattfinden soll. Magath hofft, dass er dabei von Trainingskiebitzen verschont bleibt. Die Fortuna soll möglichst wenig Einblick bekommen, was die Wolfsburger vor haben.


