Magath schickt Diego zum Laufen
Wolfsburg Nur fünf Minuten nach Trainingsbeginn verließ Diego am Mittwoch schon wieder den Übungsplatz hinter der VW-Arena.
Sofort machte sich Unruhe unter den etwa 400 Zuschauern breit. Tuschel-Thema Nummer 1: Hat Diego endlich einen neuen Verein?
Nein! Die Hängepartie um den wechselwilligen Star des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten geht weiter. „Diego ist mit den Anderen laufen“, erklärte VfL-Trainer Felix Magath. Und tatsächlich: Als 28 Spieler nach zwei Stunden Trainings bereits in der VW-Arena verschwunden waren, fuhr ein VW-Bus mit Ashkan Dejagah durch das Marathon-Tor ins Innere des Stadions. Heraus sprangen neben Dejagah und Diego noch Vieirinha, Vaclav Pilar, Petr Jiracek und Reha-Trainer Oliver Mutschler.
Schneller als Diego könnte Peter Pekarik den VfL verlassen. „Er ist in der Slowakei und sucht einen neuen Verein“, sagte Magath auf Nachfrage. Pekarik war in der vergangenen Saison an den türkischen Erstligisten Kayserispor ausgeliehen gewesen. In Magaths Planungen spielt der slowakische Nationalspieler, der beim VfL noch einen Vertrag bis 2013 besitzt, keine Rolle mehr.
Nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnte am Mittwoch Josué. Der Brasilianer hatte sich im vorletzten Testspiel während der China-Reise gegen Changchun Yatai eine Verletzung im linken Knie zugezogen. Eine genaue Untersuchung ergab folgende Diagnose: Kapselriss und Außenbanddehnung. „Wenn ich geradeaus laufe, habe ich keine Probleme“, sagte Josué. „Aber wenn ich seitlich laufe, dann habe ich Schmerzen.“
Josués Einsatz am Samstag (20.30 Uhr, VW-Arena) im Testspiel gegen Manchester City scheint somit ausgeschlossen. Wen Magath gegen den englischen Meister aufbietet, ließ der VfL-Coach noch offen. Eines steht aber bereits fest: „Wir werden nicht mit zwei verschiedenen Mannschaften auflaufen. Die Zeiten sind vorbei“, sagte Magath. Er freut sich auf das Duell mit den Engländern: „Das ist ein schöner internationaler Vergleich. Den haben wir in der nächsten Saison ja nicht. Und sich mit dem englischen Meister zu messen, ist ja nicht verkehrt.“



