Magath macht sich Sorgen und zweifelt an Diego
Wolfsburg Die Maßnahmen von VfL-Trainer Felix Magath zeigten bislang wenig Wirkung, die Kritik nimmt zu. Nun droht Spielmacher Diego die Bank.
Direkt im Anschluss an die Pleite bei seinem ehemaligen Arbeitgeber war Felix Magath sichtlich genervt. Von der Leistung seiner Mannschaft, aber auch von den Medienvertretern. Ob er sich nun Sorgen mache, wurde er gefragt. „Ich mache mir immer Sorgen. Natürlich mache ich mir Sorgen, wenn es nicht läuft, denn ich bin ja schließlich dafür verantwortlich. Sie können sicher davon ausgehen: Ich habe mir vor dem Spiel Sorgen gemacht, und ich mache mir auch nach dem Spiel Sorgen“, sagte er.
Die Vorstellung seiner Mannschaft gibt ihm auch allen Grund dazu. Harmlos und ängstlich wie ein Abstiegskandidat präsentierte sich der VfL bei Schalke, erspielte sich erst in den Schlussminuten eine richtig dicke Torchance, die Srdjan Lakic auch noch kläglich vergab. Doch in der Öffentlichkeit stellte sich Magath am Samstag noch vor seine Spieler: „Wenn man auswärts bei einem Champions-League-Teilnehmer ist, der vor einem in der Tabelle liegt, dann kann man schon Verständnis dafür aufbringen, dass man nach einem 0:2 kurz nach der Halbzeit nicht mehr die richtige Gegenwehr findet.“
Am Sonntag schien er dann bei der Suche nach Lösungsansätzen für die Krise schon einen Schritt weiter zu sein. „Das Umfeld passt nicht zu Diego“, sagte Magath in der Sport1-Sendung Doppelpass. „Wir haben vor der Saison eigentlich nicht mit ihm geplant und deshalb die Mannschaft auch nicht um ihn herum aufgebaut.“ Spielmacher Diego war zwar gegen Schalke noch der agilste Wolfsburger, doch da Magath im kommenden Heimspiel schwerlich das gesamte Umfeld, sprich die Mitspieler des Brasilianers austauschen kann, droht diesem nun gegen Freiburg in gut zwei Wochen wohl erstmals in dieser Saison die Bank.
Gut denkbar, dass es nicht nur bei einer Änderung in der Aufstellung bleibt. Doch die Aufarbeitung der Schalke-Pleite muss warten, denn in den kommenden Tagen fehlen dem VfL satte 12 Spieler, die mit ihren Nationalmannschaften im Einsatz sind. „Das ist ungünstig, lässt sich aber nicht ändern“, so Magath. „Wir müssen bis zur Rückkehr der Nationalspieler warten, ehe wir das Schalke-Spiel aufarbeiten können.“



