Kurioses Eigentor mit Seltenheitswert
Wolfsburg Felix Magath brachte es nach dem 1:1 gegen Greuther Fürth auf den Punkt: „Wir haben ein Tor kassiert, wie man es auch nur alle paar Jahre sieht.“
Und das passierte in der 27. Minute: Nach einem langen Abschlag von Gäste-Keeper Max Grün versäumte es zunächst Naldo zu klären, dann zauderte Emanuel Pogatetz gegen den störenden Ilir Azemi. Zu allem Überfluss rannten auch noch Pogatetz und VfL-Torwart Diego Benaglio zusammen. Von Pogatetz’ Schulter kullerte der Ball ins Tor.
„Blöd gelaufen“, meinte der enttäuschte Innenverteidiger hinterher. „Das Tor geht größtenteils auf meine Kappe. Ich hätte früher zu Diego zurückköpfen müssen. Wenn ich mich in der Situation besser verhalte, dann hätten wir gewonnen.“
Benaglio nahm eine Teilschuld auf sich: „Es war ein Fehler von uns beiden, der so nicht passieren darf. Ich bleibe zuerst weg und rufe, dass er den Ball zurückköpfen soll. Das hat Emanuel aber nicht gemacht. Ich weiß nicht, ob er sich dann darauf verlassen hat, dass ich rauskomme.“
Für Pogatetz war es im 61. Bundesliga-Spiel das erste Eigentor. Zuletzt war einem VfL-Profi ein solches Missgeschick vor drei Jahren passiert. Am 26. September 2009 traf Alexander Madlung gegen Hannover ins eigene Tor.
Zuspruch bekam Pogatetz von Nebenmann Naldo. „,Poga’ war nach dem Tor ziemlich geknickt. Aber wir haben ihm alle gesagt, dass so etwas passieren kann und dass es weitergeht.“ Thomas Kahlenberg meinte: „Das Gegentor war ein persönlicher Fehler, der nicht passieren darf. Das hat zu Verunsicherung geführt.“
Nur ein Punkt aus zwei Heimspielen – „das ist nicht unser Anspruch“, betonte Pogatetz. „Wir sind enttäuscht und unzufrieden und müssen uns verbessern.“ Sonst droht am Dienstag in München ein Debakel. „Bayern ist eine große Nummer in der Liga. Das wird schwieriger als gegen Greuther Fürth. Ich hoffe aber, dass wir in München überraschen können“, sagte Pogatetz.
