Köstner ist zuversichtlich, dass Diego spielen kann
Wolfsburg Der VfL muss in Dortmund vielleicht auf seinen besten Feldspieler der vergangenen Wochen verzichten. Spielmacher Diego droht auszufallen.
Der Brasilianer hatte sich am Donnerstag bei einem Zweikampf mit Innenverteidiger Emanuel Pogatetz verletzt, wird aber trotz einer Kapselverletzung zum vorläufigen Kader des Fußball-Bundesligisten im Ruhrgebiet gehören. Erst nach einem letzten Härtetest wird sich entscheiden, ob der 27-Jährige in Dortmund auflaufen kann. „Ich habe noch Schmerzen, ich muss sehen, ob es morgen geht“, sagte Diego am Freitag nach der letzten Trainingseinheit in Wolfsburg.
Sein Trainer ist da schon etwas optimistischer. „Diegos Einsatz wird sich erst kurzfristig entscheiden, aber ich gehe davon aus, dass es gut aussieht. Diego hat außerdem eine große Schmerztoleranz“, lobte Lorenz-Günther Köstner die Einstellungen seines vielleicht wichtigsten Spielers. Am Freitag war der Brasilianer zumindest schon wieder auf dem Platz laufen, hatte sich zur Stabilität den verletzten Knöchel tapen lassen.
Sollte der Spielmacher allerdings gegen den BVB doch nicht mitwirken können, würde die Stunde von Thomas Kahlenberg schlagen. Der Däne wartet unter Köstner noch auf seinen ersten Einsatz von Anfang an und trainierte am Freitag anstelle von Diego in der A-Elf des VfL. „Er ist die erste Alternative, wenn Diego ausfällt. Wir haben sonst aber auch nicht viele Optionen“, sagte Köstner. Sein Vorgänger habe ihm im Kader nur wenige Akteure hinterlassen, die in der Zentrale das Tempo eines Spiels kontrollieren könnten, richtete er einen Vorwurf an Felix Magath. Gut, dass dieser im Sommer mit seinem Vorhaben, Diego zu verkaufen, gescheitert war. Eine konkurrenzfähige Wolfsburger Mannschaft ohne den Brasilianer kann man sich im Moment nur schwer vorstellen.
Während die Auswahl in der Offensive also begrenzt ist, hat Köstner defensiv schon mehr Optionen. So kehren Josué und Alexander Madlung, die zuletzt nicht zur Verfügung standen, zurück, Slobodan Medojevic steht zudem zum zweiten Mal in seiner VfL-Karriere im Kader. Dafür mussten Robin Knoche und Rasmus Jönsson weichen. Außerdem wird es noch einen weiteren Spieler erwischen. Wegen des Fragezeichens hinter Diegos Mitwirken hat Köstner 19 Akteure mit ins Ruhrgebiet genommen. Einer davon wird sich heute auf der Tribüne wiederfinden.
•Borussia Dortmund – VfL Wolfsburg (heute, 15.30 Uhr).
