Kellermann: Wir können einen Riesenschritt machen
Wolfsburg Ein Top-Spiel jagt das nächste: Nach der Champions League steht am Sonntag das Spitzenspiel in der Frauenfußball-Bundesliga gegen Frankfurt an.
Von 13 Uhr an ist der 1. FFC Frankfurt zu Gast im VfL-Stadion in Wolfsburg. So richtig glatt ist die Tabelle noch nicht. Frankfurt ist Tabellenführer. Auf Platz 3 lauert der VfL – mit drei Punkten Rückstand und zwei Spielen weniger als der FFC. „Das ist ein Spitzenspiel, ganz klar“, betont VfL-Trainer Ralf Kellermann und ergänzt: „Das sind zwei der drei Teams, die vor der Saison als Meisterschaftskandidaten prognostiziert wurden. Das ist eingetreten. Wir freuen uns aufs Spiel.“
Die Ausgangslage ist durchaus interessant: Frankfurt hat zu Saisonbeginn schon gegen schwächere Gegner Punkte gelassen. Eine Niederlage in Wolfsburg darf sich der FFC nicht erlauben. „Aber auch wir dürfen das Spiel nicht verlieren“, macht Kellermann deutlich. Mit einem Sieg würde sein Team an Frankfurt vorbeiziehen – und hätte gleichzeitig noch die zwei Nachholbegegnungen in der Hinterhand. „Die Meisterschaft wird aber wahrscheinlich nicht in den direkten Duellen entschieden. Da werden alle Federn lassen. Wichtiger sind die Spiele gegen die vermeintlich schwächeren“, sagt Kellermann, weiß aber um die Chance am Sonntag. „Wir könnten einen Riesenschritt machen, um uns gefühlt von Frankfurt abzusetzen.“
Die Statistik spricht klar für den VfL. Die Wolfsburgerinnen haben die vergangenen 13 Heimspiele in der Liga gewonnen. In der Vorsaison gab es zwei Siege. Aber der Coach weiß auch, dass sich Frankfurt stabilisiert hat. „Das Team ist im Vergleich zum Saisonstart nicht wiederzuerkennen“, sagt Kellermann und warnt vor Nationalspielerin Simone Laudehr: „Sie ist für mich seit Jahren die außergewöhnliche Spielerin bei Frankfurt.“ Doch nach dem Gegner muss sich der VfL nicht richten. Er glaubt an die eigene Stärke. „Wir haben eine Menge Selbstvertrauen“, betont Kellermann.

