Kahlenberg und Kjaer sind zurück
Wolfsburg Vor mehr als einem Jahr hatten Thomas Kahlenberg und Simon Kjaer das letzte Punktspiel für den VfL absolviert.
Am Freitag meldeten sich die beiden dänischen Nationalspieler beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten zurück.
Trainer Felix Magath baute seine Defensiv-Zentrale im Mittelfeld im Vergleich zum Hannover-Spiel komplett um – und zauberte das Dänen-Duo aus dem Hut. „Ich war ein bisschen überrascht, dass ich gespielt habe“, sagte Kahlenberg. „Aber es hat großen Spaß gemacht.“
Fast wäre Kahlenberg, der in der vergangenen Saison an den französischen Erstligisten FC Evian ausgeliehen war, sogar zum Helden des Spiels geworden. Doch der 29-Jährige scheiterte in der 71. Minute mit einem Kopfball an Augsburgs Torwart Mohamed Amsif. „Bei der Torchance war der Winkel leider ein bisschen spitz. Es wäre überragend gewesen, hätte ich den gemacht“, meinte Kahlenberg. Sein Vertrag läuft im nächsten Jahr aus. Wie sieht er seine Zukunft? „Wir haben einen großen Kader. Man kann nichts genau sagen.“
Magath bereute hinterher nicht, dass er die beiden Dänen eingesetzt hatte. „Dafür, dass Thomas und Simon das erste Mal in dieser Saison gespielt haben, war das ganz gut. Ich bin zufrieden mit ihrer Leistung“, sagte der VfL-Coach. Dadurch, dass Stürmer Bas Dost angeschlagen war und zunächst draußen blieb, bekam Kjaer eine Chance, sich zu zeigen. „Simon ist ein großer, kopfballstarker Spieler, der uns mit Dost gefehlt hat“, begründete Magath seine Entscheidung und fügte hinzu: „Wäre Bas Dost nicht ausgefallen, hätte Christian Träsch gespielt.“
Doch so war der Kapitän der Vorsaison einmal mehr nur Bankdrücker. Immerhin durfte er die letzten fünf Minuten auf den Platz und sein Debüt in dieser Spielzeit feiern. „Ich habe Christian vorher gesagt, dass er sich in der jetzigen Situation im Training zurückkämpfen muss. Er hat es angenommen und klasse trainiert“, lobte Magath den 25-Jährigen.
Der VfL-Boss hatte eine Reaktion auf die 0:4-Niederlage gegen Hannover erwartet. Die sah er jedoch nur zum Teil. „Das zu Null war wichtig, aber wir hätten sauberer nach vorne spielen müssen. Gerade in der Anfangsphase wollte keiner den Ball haben. Da hat uns die Sicherheit gefehlt. Erst nach 30 Minuten sind wir besser in die Partie gekommen“, befand Magath.
