Josué will im Winter Klarheit haben
Wolfsburg Der Vertrag des Brasilianers läuft im Sommer 2013 aus, der 33-Jährige will von VfL-Manager Klaus Allofs bald wissen, wie es für ihn weitergeht.
Unter Ex-Trainer Felix Magath sah es so aus, als würde die Ära von Josué beim VfL Wolfsburg nach dieser Saison enden. Unter Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner ist der defensive Mittelfeldspieler beim Fußball-Bundesligisten aber längst wieder gesetzt – und macht sich nun Hoffnungen, dass sein auslaufender Vertrag doch noch verlängert wird.
„Ich will gerne bleiben“, sagt der Kapitän der Meistermannschaft von 2009. „Aber noch habe ich nicht mit Manager Klaus Allofs über eine Vertragsverlängerung gesprochen. In der Winterpause werde ich aber mit ihm reden.“
Dann möchte der 33-Jährige klare Worte vom Manager hören, ob und wie es für ihn in Wolfsburg weitergeht. „Ich will eine Entscheidung haben“, sagt Josué. Dabei wäre es ihm auch nicht wichtig, wie lange ein möglicher neuer Kontrakt laufen würde. „Es ist mir egal, ob ich für ein oder zwei Jahre verlängere.“
Sollte ihm Allofs signalisieren, dass der Vertrag nicht verlängert wird, steht für Josué schon jetzt fest: „Die Saison werde ich dann auch noch in Wolfsburg zu Ende spielen.“ Ein vorzeitiger Abgang ist für ihn keine Option, die Suche nach einem neuen Verein für die kommende Saison würde er dann jedoch intensivieren. „Ich will auf jeden Fall schnell klären, wo es für mich ab dem Sommer weitergeht.“
Der neue Vertrag ist noch Zukunftsmusik, kurz bevor steht dagegen das Ende der Hinrunde. Mit Eintracht Frankfurt kommt am Samstag (15.30 Uhr) das Überraschungsteam der Liga in die VW-Arena. Der Aufsteiger wird von Ex-VfL-Trainer Armin Veh trainiert, liegt derzeit auf Platz vier, der zur Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League berechtigt.
Geht es nach Josué, soll dennoch auch gegen die Hessen gepunktet, der Aufwärtstrend der vergangenen Wochen bestätigt und noch mehr Abstand zu den Abstiegsrängen gebracht werden. „Wir wollen mit Hilfe unserer Fans alles dafür tun, die Partie zu gewinnen“, sagt er. Rückenwind sollte dabei der Sieg in Dortmund geben. Das Auftreten des VfL macht Josué auch in den Tagen nach dem Überraschungserfolg noch stolz: „Wir haben vielleicht nicht überragend gespielt. Aber der Kampf und das Herz haben gestimmt.“
Vor allem seinen Landsmann Diego hebt er dabei hervor, der mit einem Tor und zwei Vorlagen der Matchwinner des VfL beim 3:2-Sieg war. „Diego war einfach überragend und hat das Spiel entschieden. Er ist für uns sehr, sehr wichtig, weil er unser bester Spieler ist. Er war unglaublich.“
Dass Diego erst jetzt im zweiten Anlauf in Wolfsburg richtig durchstartet, erklärt sich für Josué mit der Situation vor zwei Jahren. „Unter Steve McClaren hat die Mannschaft nicht funktioniert. Das ist jetzt anders. Es läuft sehr, sehr gut für ihn. Er wird von Spiel zu Spiel besser“, sagt er, und schiebt noch einen kleinen Seitenhieb gegen Ex-Trainer Magath nach: „Das gilt auch für die gesamte Mannschaft.“tg


