Josué: So schlimm war es noch nie, seit ich beim VfL bin
Wolfsburg Ex-Kapitän Josué ist nach dem Sturz auf den vorletzten Platz ratlos
Seit 2007 spielt Josué beim VfL Wolfsburg, erlebte mit dem Fußball-Bundesligisten Höhen und Tiefen. Doch nach dem spielerischen Offenbarungseid beim 0:3 bei Schalke 04 ist selbst der ehemalige Kapitän konsterniert. „Das ist meine sechste Saison in Wolfsburg. Aber so schlimm wie jetzt war die Lage noch nie“, sagte der 33-Jährige nach der Partie.
Immerhin versuchte der Brasilianer noch, wenigstens etwas Positives aus dem leblosen Auftritt zu ziehen. „Die erste Halbzeit war nicht so schlecht von uns. Aber nach dem Gegentor haben wir nicht mehr so kompakt gestanden“, sagte er.
An das vor der Saison postulierte Ziel, die Qualifikation für das internationale Geschäft, mag er angesichts von nur fünf Punkten aus sieben Spielen und dem Abrutschen auf Platz 17 nicht denken. „Wir müssen jetzt von Spiel zu Spielschauen und von Punkt zu Punkt. Es ist schwer, aber wir müssen jetzt einfach weiterarbeiten.“
Josués Kollegen fanden ebenfalls keinen besseren Lösungsansatz für die derzeitige Krise, als auf ein Erfolgserlebnis zu hoffen, dass die Wende bringt. „Wenn wir jetzt anfangen zu jammern und zu lamentieren, wäre es falsch“, sagte denn auch Diego Benaglio. „Ich bin überzeugt, dass es nur wenig braucht, um in die Erfolgsspur zurückzukehren.“
Deshalb sei eine Trainerdiskussion auch fehl am Platz. „Es stimmt definitiv zwischen Mannschaft und Trainer“, sagte der Schlussmann und VfL-Kapitän. „Ich bin überzeugt, dass wir in genau dieser Konstellation wieder Erfolg haben werden.“
Dennoch wissen die Kicker natürlich auch, in welch prekärer Lage sich der VfL derzeit befindet. „Es ist eine sehr gefährliche Situation. Wir müssen als Mannschaft den richtigen Weg finden und ich bin sicher, dass wir das schaffen werden“, sagte Diego, der sich ebenfalls hinter Felix Magath stellte. „Er ist unser Trainer und wir haben Vertrauen in ihn.“
Aber alle Worte nützen nichts, wenn nicht bald Taten auf dem Platz folgen. „Wir müssen jetzt schnell Punkte holen“, so Diego.



