Jiracek rettet dem VfL den Sieg
Wolfsburg Hauptsache drei Punkte – unter dem Aspekt muss Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg den 3:2-Heimsieg am Freitagabend gegen Freburg sehen.
Zittersieg für den VfL Wolfsburg: Im Freitag-Spiel der Fußball-Bundesliga besiegten die „Wölfe“ im „Eisschrank“ VW-Arena den Tabellenletzten SC Freiburg mühsam mit 3:2 (2:2). Matchwinner war Doppeltorschütze Petr Jiracek.
Bitterkalt war es erneut im Wolfsburger Stadion. -11 Grad Celsius zeigte das Thermometer bei Abpfiff an. Doch die Kälte dürften die beiden Trainer, Wolfsburgs Felix Magath und Freiburgs Christian Streich, in den ersten 45 Minuten kaum gemerkt haben. Ihre Mannschaften sorgten dafür, dass der Puls der Übungsleiter am Spielfeldrand keine Ruhephasen kannte. Sowohl die Hausherren als auch die Gäste agierten nach dem Motto: Vorne hui, hinten pfui! In beiden Defensiven gab es haarsträubende Fehler. Als Ausgleich marschierten die Teams munter nach vorne und lieferten den 23 057Zuschauern viele aufregende Szenen.
Den Anfang machte der VfL, bei dem Mario Mandzukic und Giovanni das Sturmduo bildeten. Letzterer hatte die erste Chance des Spiels, scheiterte mit einem Volleyschuss aus 18 Metern Torentfernung an SC-Keeper Oliver Baumann (4. Minute). Danach blieben die Wolfsburger am Drücker. Nach einer Ecke besorgte Jiracek die Führung (5.). Drei Freiburger hatten sich zuvor beim Kopfball gegenseitig behindert.
Anschließend verpasste es der VfL, nachzulegen. Ashkan Dejagah hatte das 2:0 auf dem Fuß, wurde aber im letzten Moment gestört (9.). Die Freiburger wirkten zu diesem Zeitpunkt völlig verunsichert, es sah nach einer klaren Sache für den VfL aus. Doch mit dem ersten Freiburger Angriff fiel das 1:1. Die Wolfsburger stellten sich defensiv viel zu plump an. Letztlich war es Johannes Flum, der diese Nachlässigkeit bestrafte (12.). Aber die Antwort des VfL folgte postwendend. Nach einem Hackentrick Sios, der jedoch aus Abseitsposition gestartet war, staubte Marcel Schäfer am zweiten Pfosten ab – 2:1 (14.).
Danach begingen die „Wölfe“ den gleichen Fehler wie zuvor. Sie überließen Freiburg das Spiel. Und die Gäste nutzten die Möglichkeiten, die ihnen die Hausherren boten. Der SC war bis zum Halbzeitpfiff die aktivere und bessere Mannschaft, belohnte sich selbst mit dem erneuten Ausgleich durch Daniel Caligiuri (38.).
In der zweiten Hälfte nahm der VfL das Heft aber wieder in die Hand. Makoto Hasebe kam für Josué, und mit dem Japaner kehrte wieder mehr Struktur ins Wolfsburger Mittelfeld zurück. Der entscheidende Moment blieb aber seinem Nebenmann auf der Sechserposition vorbehalten. Mit seinem zweiten Treffer brachte Jiracek den VfL wieder in Führung. Pech für die Gäste: Fallou Diagné hatte den Schuss unhaltbar für seinen Torwart abgefälscht (61.). Von diesem Schock erholten sich die Freiburger nicht mehr. Der SC mühte sich, stieß jedoch an seine spielerischen Grenzen, konnte die Partie nicht drehen. Der VfL brachte den Zittersieg nach Hause, ohne zu glänzen.
