Im DFB-Pokal darf der VfL noch träumen
Wolfsburg Die Qualifikation für den Europapokal war das Ziel des VfL Wolfsburg. Über den DFB-Pokal kann das noch am ehesten erreicht werden.
Deshalb wird die heutige Partie gegen den Zweitligisten FSV Frankfurt in der heimischen VW-Arena (20.30 Uhr) mit dem größtmöglichen Ernst angegangen. Nach dem Aus von Felix Magath, der Übernahme des Trainerpostens durch Lorenz-Günther Köstner und besonders nach dem Befreiungsschlag von Düsseldorf, dem 4:1-Erfolg über die Fortuna, ist die Stimmung beim VfL gelöst. Trotzdem wurde in den vergangenen Tagen im Training so konzentriert gearbeitet wie selten in den vergangenen Wochen.
Auch im gestrigen Abschlusstraining war dieser Wille zur Besserung gegenüber den bisherigen Saisonspielen zu bemerken. Während die letzte Einheit vor einer Begegnung unter Magath in der Regel aus einer Partie Fußball-Tennis bestand, wurden gestern noch einmal intensiv Standardsituationen und der schnelle Weg zum gegnerischen Tor geübt. Die Wolfsburger wollen ihre beste Möglichkeit, die Saisonziele am Ende der Spielzeit noch zu erreichen, nicht leichtfertig aus der Hand geben. „Der Pokal ist der kürzeste Weg nach Europa. Da hat man nur ein paar Spiele zu absolvieren, in denen man auf dem Punkt seine Leistung bringen muss“, sagt der verletzte Stürmer Patrick Helmes.
Auf ihn kann Köstner gegen die Frankfurter nicht bauen. Dafür stehen alle Spieler, die in der Saison bereits eine Rolle spielten, zur Verfügung. Trotz der zahlreichen Möglichkeiten, die er Dank der emsigen Einkaufspolitik seines Vorgängers besitzt, wird der Trainer im Vergleich zum Spiel gegen Düsseldorf kaum Veränderungen vornehmen. Im vorläufigen Kader für das Spiel stehen bis auf eine Ausnahme die 19 Akteure, die bereits mit nach Düsseldorf gefahren sind. Nur der Schwede Rasmus Jönsson muss seinen Platz räumen, dafür ist der Portugiese Vieirinha wieder dabei.
An der Startelf wird es somit wahrscheinlich keine Veränderungen geben. Köstner hat angekündigt, dass er den elf Spielern das Vertrauen schenken will, die bereits gegen Düsseldorf begannen. So soll das zarte Pflänzchen Selbstbewusstsein bei den VfL-Profis weiter wachsen. Unter Magath hatte dem Team zuletzt sichtlich die Sicherheit und auch der letzte Wille gefehlt. Das soll mit Köstner wieder anders werden. Der erste Schritt ist gemacht, doch nur ein Pokalerfolg gegen Frankfurt lässt an eine dauerhafte Wende beim VfL glauben.
