Helmes: Thema Wechsel hat sich für mich erledigt
Wolfsburg Stürmer Patrick Helmes erklärt, warum er seine Zukunft nun doch wieder beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg sieht.
Patrick Helmes hat die Nichtnominierung für die EM abgehakt, ein gutes Verhältnis zu Felix Magath und will seinen Vertrag beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten auf jeden Fall erfüllen.
Dass Bundestrainer Joachim Löw ihn nicht in den EM-Kader berief, hat der VfL-Stürmer verdaut. „Viele hatten mir gesagt, ich bin dabei, dann denkt man irgendwann selbst, man hat gute Chancen. Es war erst ein bisschen komisch, dass er mich nicht mitgenommen hat, das hat sich dann aber zügig erledigt“, sagte Helmes in einem Kicker-Interview.
Verwundert die Augen gerieben haben dürfte sich der 13-fache Nationalspieler, als er hörte, dass Löw am Montag auch Cacau aus dem EM-Kader gestrichen hat. Der Stuttgarter hatte zunächst den Vorzug vor Helmes erhalten. Nun fährt Löw mit nur zwei nominellen Stürmern (Mario Gomez und Miroslav Klose) zur EM.
Dennoch kann Helmes seiner Nichtberücksichtigung sogar noch etwas Positives abgewinnen. „Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, schließlich werde ich im Juni Vater.“ Er werde sich im Fernsehen – „wenn überhaupt“ – die deutschen Spiele bei der EM anschauen. „Die anderen interessieren mich nicht.“ Einen Favoriten hat er aber dennoch: „Spanien oder Deutschland. Das könnten sie auch ohne Helmes schaffen.“
Trotz seiner schwierigen Saison sieht Helmes seine Zukunft in Wolfsburg. „Ich habe ja auch einen Vertrag bis 2014“, sagte Helmes und fügte hinzu: „Ich fühle mich wohl in Wolfsburg, suche mir mit meiner Freundin ein Haus. Das Thema Wechsel hat sich für mich erledigt.“
Zu VfL-Boss Magath, der ihn zwischenzeitlich zu den Regionalliga-Amateuren verbannt hatte, habe er inzwischen ein gutes Verhältnis, versicherte Helmes: „Ich hätte mir die harte Zeit natürlich gerne erspart. Aber ich bin körperlich topfit, arbeite defensiv besser. Das ist sicher auch sein Verdienst. Wir haben einen ehrlichen Umgang.“
