Helmes operiert – VfL geht baden
Villach Während die Kollegen im Trainingslager Spaß hatten, begab sich der verletzte VfL-Stürmer Patrick Helmes unters Messer.
Die geplante Spaßeinheit im Kletterpark in Kärnten fiel für die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg ins Wasser. Als Ersatz ging es zum Relaxen und Rutschen in die Therme. Nicht so viel Spaß hatte Patrick Helmes, der in Köln wegen seines Kreuzbandrisses operiert wurde.
Der Stürmer, der sich am Samstag im Testspiel gegen Manchester City ohne Fremdeinwirkung das vordere rechte Kreuzband gerissen hatte, wurde gestern von Dr. Peter Schäferhoff in Köln erfolgreich operiert. Klar ist auch, dass der 28-Jährige erst einmal in seiner Geburtsstadt bleiben wird. „Es ist mit Patrick so abgesprochen, dass er nach der OP sofort mit den Reha-Maßnahmen beginnt“, sagt Magath.
Ob der VfL auch mit einer Suche nach einem Ersatz für den Torjäger anfängt, hängt weiterhin von Helmes’ Ausfallzeit ab. Klar scheint aber nach WN-Informationen, dass der zuletzt gehandelte Cacau vom VfB Stuttgart nicht zum Kandidatenkreis gehört. Zwischen dem VfL-Trainer und dem Stürmer soll die Chemie seit gemeinsamen Stuttgarter Tagen nicht mehr stimmen.
Im VfL-Vorbereitungslager in Österreich unterdessen sollte die Tour auf die in 1589 Meter Höhe gelegene Tressdorfer Alm Abwechslung in den Trainingsalltag der Profis bringen. Doch die Fahrt zum eine Stunde vom Mannschaftsquartier Warmbaderhof entfernten Felsenlabyrinth hätte sich der VfL-Tross auch sparen können. Sintflutartige Regenfälle machten eine Benutzung des Kletterparks unmöglich.
Um 16.30 Uhr erhielt der bereits auf die Alm vorgefahrene Pressesprecher Oliver Schraft von Team-Manager André Lenz die Nachricht, dass der Mannschaftsbus kehrt gemacht hat und sich wieder auf dem Rückweg befindet. „Die Expedition ist abgeblasen“, sagte Schraft zu den wartenden Journalisten, stieg in seinen Wagen und machte sich flugs auf den Weg zurück nach Villach.
Denn Ersatz für die Kletterpartie war schnell gefunden. Die am Mannschaftshotel Warmbaderhof gelegene Kärnten-Therme hatte die Mannschaft, Trainer und Betreuer spontan eingeladen. Statt einer zweiten Trainingseinheit stand Spaß und Entspannung an. Während etwa Co-Trainer Andries Jonker, Fitness-Coach Werner Leuthard und Team-Manager Lenz das ruhige Bahnenschwimmen bevorzugten, versuchten Rasmus Jönsson, Ashkan Dejagah, Srdjan Lakic, Kevin Pannewitz und Sotirios Kyrgiakos, die Tagesbestzeit auf der Rutsche zu toppen. Trotz aller Bemühungen wollten die 16,7 Sekunden allerdings nicht fallen. Nach etwas mehr als einer Stunde verabschiedeten sich die Wolfsburger dann aus der Therme.
Der Montag dürfte durch den Ausfall der garantiert anstrengenden Klettertour eher als ein unter Felix Magath untypischer Trainingslager-Tag in die VfL-Annalen eingehen. Aber immerhin am Morgen hatte der VfL-Trainer im Villacher Stadion Lind seine Einheit wie geplant durchziehen können. 95 Minuten schwitzten die Kicker von 9 Uhr an bei schon zu diesem Zeitpunkt gut 28 Grad Celsius. Felipe Lopes, der wegen seiner Adduktorenbeschwerden nur mit dem Fahrrad fuhr, dürfte seine Kollegen um die anstrengende Einheit wahrlich nicht beneidet haben.
•Heute tritt der VfL in der Lavanttal-Arena in Wolfsberg zum Duell der „Wölfe“ an. Von 19.30 Uhr an geht es gegen den österreichischen Erstliga-Aufsteiger Wolfsberger AC. Die Partie wird live von Sport 1 übertragen.
