Hecking lässt wenige Positionen offen
Wolfsburg Kurz vor seinem Debüt als VfL-Trainer steht für Dieter Hecking die Wolfsburger Startelf für den Rückrundenauftakt gegen Stuttgart so gut wie fest.
Dieter Hecking spielt mit offenen Karten. Vor seinem Debüt als Trainer des VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga macht der 48-Jährige um seine Aufstellung kein großes Geheimnis. „Wenn nichts mehr passiert, ist vieles entschieden. Aber noch nicht alles“, sagt er vor dem Rückrundenauftakt gegen den VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr) in der VW-Arena.
Viele Fragen bleiben für regelmäßige Besucher der Trainingseinheiten der „Wölfe“ wirklich nicht offen. Hecking war in seiner Anfangsphase als VfL-Coach darum bemüht, der Mannschaft seine Spielidee einzuimpfen, ließ deshalb in fast allen Trainingsspielen eine vermeintliche A-Elf gegen die Ersatzbank-Kandidaten antreten. Die Eindrücke ergeben ein eindeutiges Bild: Nur auf den Außenbahnen sind noch ein, zwei Positionen offen. „Wir müssen sehen, wie Ivan Perisic und Vieirinha drauf sind, und ob das mit Marcel Schäfer und Ricardo Rodriguez auf der linken Seite zusammenpasst“, nennt Hecking die Dinge, über die er sich bis zum Anpfiff noch Gedanken machen muss. Die Tendenz geht dahin, dass Schäfer (Abwehr) und Rodriguez (Mittelfeld) die linke Seite bilden und der einzige Winter-Neuzugang Perisic im rechten offensiven Mittelfeld den Vorzug vor Vieirinha erhält.
Ansonsten hat Alexander Madlung den Konkurrenzkampf mit Emanuel Pogatetz um den freien Platz in der Innenverteidigung neben Simon Kjaer gewonnen. In der Sturmspitze ist Ivica Olic gesetzt. „Ivi hat ja bereits einige Male gesagt, dass er weiter vorne spielen möchte. Ich bin auch der Meinung, dass er auf einer Position nah am Tor stärksten ist“, sagt Hecking. Auch im zentralen Mittelfeld hat er sich festgelegt. „Christian Träsch wird spielen. Er und Jan Polak haben auf der Sechs gut harmoniert“, so der Coach.
Er wird sein Team gegen Stuttgart in einem 4-2-3-1-System auf den Platz schicken. So ließ er die ganze Zeit trainieren, außerdem traten die Wolfsburger in dieser taktischen Formation in den Testspielen an. „Wir wollen die Stabilität, die die Mannschaft zuletzt unter Lorenz-Günther Köstner hatte, fortsetzen“, erklärt Hecking, warum er sich für diese Variante entschied. Langfristig kann er sich aber auch ein System mit zwei Stürmern vorstellen. „Die Qualität im Kader haben wir dafür“, sagt Hecking mit Blick auf Olic, Bas Dost und Patrick Helmes.
Die Pläne des Trainers ändern könnte höchstens der Ausfall eines Startelf-Kandidaten. Doch bleibt der VfL davon wahrscheinlich verschont. „Nach jetzigem Stand gehe ich davon aus, dass alle fit sind“, sagte Hecking am Donnerstag. Er muss neben den Langzeitverletzten Helmes und Vaclav Pilar nur auf Ferhan Hasani (Wadenverletzung) verzichten. Doch der wäre bei Hecking sowieso nicht erste Wahl gewesen.

