Hattrick-Naldo ist heiß auf Frankfurt
Wolfsburg Für Werder traf der Brasilianer gegen die Hessen in einem Spiel dreimal. Nun erwartet er mit dem VfL die Eintracht zum letzten Punktspiel des Jahres.
Nicht nur, weil es gerade bei ihm und dem VfL gut läuft, freut sich Naldo auf das Aufeinandertreffen mit Eintracht Frankfurt am Samstag in der VW-Arena (15.30 Uhr). Der Verteidiger des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten verbindet mit den Hessen auch die Erinnerung an sein torreichstes Spiel. Beim 6:2 seines damaligen Vereins Werder Bremen gegen die Eintracht erzielte er am 9. Dezember 2006 drei Tore.
„So oft habe ich vorher und nachher nicht mehr in einem Spiel getroffen“, erinnert sich Naldo gerne an die Partie zurück. „Deshalb ist es immer ein schönes Gefühl, wenn ich gegen Frankfurt spiele.“
Drei Tore müssen es für Naldo, der bislang zwei Tore für den VfL erzielte, am Samstag nicht zwingend sein. Was zählt, sind nur drei Punkte im letzten Ligaspiel des Jahres. „Das wäre wichtig für uns. Denn wir dürfen nicht vergessen, dass wir bislang noch nichts geschafft haben. Unser Ziel ist, oben mitzuspielen. Dazu müssen wir auch mal drei oder vier Spiele in Folge gewinnen. Dann sind wir wieder da“, sagt er.
Der Anfang für eine Serie wurde in Dortmund gemacht. Dass behauptet wird, der 3:2-Sieg des VfL sei vor allem durch die Fehlentscheidungen von Schiedsrichter Wolfgang Stark zustande gekommen, nimmt Naldo etwas irritiert zur Kenntnis und hält augenzwinkernd seine eigene Arithmetik dagegen: „Wir haben gut gespielt. Wenn vier Tore nicht regulär waren, haben wir immer noch 1:0 gewonnen...“
Wichtig sei nach dem Sieg beim Meister vor allem, dass die Mannschaft nicht abhebt und denkt, Frankfurt könne im Schongang geschlagen werden. „Wir müssen aufpassen. Frankfurt steht oben, hat zuletzt stark gespielt und Werder geschlagen. Das ist ein schwieriger Gegner“, sagt Naldo.
Gleiches gelte für Bayer Leverkusen, den Gegner des VfL am Mittwoch in sechs Tagen. „Ich hoffe, wir gewinnen noch zweimal in diesem Jahr“, sagt der lange Verteidiger. Dann stünde der VfL im Viertelfinale, wäre einem Pokalsieg einen Schritt näher. „Mit Werder habe ich das geschafft“, meint er mit Blick auf den Triumph 2009. „Mit dem VfL soll mir das auch gelingen.“
In jenem Pokalfinale hieß der Gegner der Bremer damals übrigens Bayer Leverkusen, Werder siegte 1:0. Beste Voraussetzungen für Naldo, auch kommenden Mittwoch seine erfolgreiche Pokalhistorie fortzuschreiben, denn: „Gegen Leverkusen habe ich mein bestes Spiel für Werder gemacht.“
Lorenz-Günther Köstner hätte sicher nichts dagegen, wenn sein Innenverteidiger auch in den beiden kommenden Spielen seinen Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fortsetzen würde. Der Interimstrainer hat dem unter Felix Magath noch völlig verunsichert auftretenden Naldo Selbstvertrauen und den Spaß am Fußball wiedergegeben. „Er ist sehr wichtig für mich“, sagt der Brasilianer. „Er redet mit uns Spielern jeden Tag, ist ein erfahrener Trainer, wir respektieren seine Meinung.“ Sollte aus der Übergangs- eine Dauerlösung werden, wäre es in Naldos Sinn. „Ich freue mich, dass er hier ist. Unter ihm funktioniert die Mannschaft wieder. Ich hoffe, dass er bleibt und drücke ihm die Daumen.“



