Hasebe soll die Vorstöße des BVB stoppen
Wolfsburg Wie lässt sich Borussia Dortmund schlagen? Mit dieser Frage hat sich VfL-Trainer Lorenz-Günther Köstner auch an seinem freien Tag beschäftigt.
Am Samstag ist Wolfsburgs Fußball-Bundesligist von 15.30 Uhr an beim Deutschen Meister zu Gast und nach nur zwei Punkten aus den vergangenen drei Spielen ist guter Rat teuer.
„Wir brauchen mehr Punkte. Das ist im Moment wichtiger, als schön zu spielen. Mir hat in den vergangenen Partien die Kompromisslosigkeit gefehlt“, sagt Köstner. Er will sich in Dortmund deshalb für die sichere Variante entscheiden und auf die Startelf zurückgreifen, die in den vergangenen Wochen die Abstiegsplätze verlassen hat. „Wir machen uns im Trainerteam natürlich auch unsere Gedanken etwas auszuprobieren, können uns den einen oder anderen Spieler auch mal auf einer anderen Position vorstellen. Es ist aber noch nicht die Zeit zum Experimentieren“, meint der VfL-Coach.
Trotz vier Punkten Vorsprung vor Hoffenheim, das auf dem Relegationsrang steht, ist Stabilität weiterhin das oberste Gebot in Wolfsburg. Für die Partie in Dortmund bedeutet das: Josué wird in die Anfangsformation zurückkehren, wenn er seine Oberschenkelverletzung vollständig auskuriert hat. Dafür muss Vieirinha trotz einer passablen Leistung in der zweiten Hälfte gegen den Hamburger SV weichen und wieder auf der Ersatzbank Platz nehmen. Die rechte Seite im Mittelfeld wird, wie in den Spielen zuvor, von Makoto Hasebe beackert. Der Japaner genießt bei Köstner eine hohe Wertschätzung, vor allem wenn es gegen eine spielerisch so starke Mannschaft wie Dortmund geht.
„Wenn die Dortmunder mit Marcel Schmelzer über links Druck machen oder Marco Reus die Seiten wechselt, ist es für uns wichtig, dass Makoto unsere rechte Seite stabilisieren kann“, sagt Köstner. Er erhofft sich von dem Japaner, dass dieser in der Defensive gegen den Dortmunder Angriffswirbel besser besteht als Vieirinha, trotzdem ein paar Akzente nach vorne setzen kann. „Ich denke, mit Makoto haben wir in unseren Aktionen mehr Ruhe. Eine gute Offensive kann es nur auf der Grundlage einer stabilen Defensive geben“, so Köstner.
Während Hasebe unter seinem Vorgänger Felix Magath keine Chance mehr hatte, genießt der 28-Jährige bei Köstner Vertrauen. „Makoto ist in dieser Phase für uns goldwert und als Mannschaftsspieler sehr wichtig. Er ist einsatzfreudig und sehr flexibel“, lobt der Coach.

