Garcia Sanz besucht das Training der „Wölfe“
Wolfsburg Die Solidaritätsbekundungen für VfL-Trainer Felix Magath aus dem Aufsichtsrat des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten reißen nicht ab.
Gestern stattete der Chef des Gremiums, Francisco Javier Garcia Sanz, den VfL-Profis einen Überraschungsbesuch ab. Der VW-Manager sah sich etwa eine Stunde lang das Training an, diskutierte anschließend ausgiebig mit Coach Magath.
„Ich wollte nach der Länderspielpause mal schauen, ob alle Spieler wieder gesund sind und wie die Stimmung ist“, begründete Garcia Sanz seine Stippvisite. Was er sah, freute den Aufsichtsratsvorsitzenden. „Ich habe das Gefühl, dass alles passt. Es hat Spaß gemacht, zuzuschauen“, sagt er. Dass die Situation beim VfL alles andere als befriedigend ist, will Garcia Sanz allerdings nicht verhehlen. „Wir sind natürlich alle unzufrieden und haben uns das anders vorgestellt“, gibt der VfL-Boss zu.
Er ist aber zuversichtlich, dass die Negativ-Serie der „Wölfe“ mit sechs sieglosen Partien in Folge beim Heimspiel am Samstag gegen den SC Freiburg ein Ende hat. „Ich denke, wir sind auf einem guten Weg. Die zwei Wochen Pause haben uns sicher gut getan“, sagt Garcia Sanz.
Die Diskussionen um Magath war er bemüht, im Keim zu ersticken. Wie sein Aufsichtsratskollege Stephan Grühsem (wir berichteten) stellte sich Garcia Sanz demonstrativ hinter den Trainer. „Das ist jetzt kein Thema“, sagte er auf die Frage, ob Magath bei einer Pleite gegen Freiburg um seinen Job zittern muss. Wie Grühsem sieht der Aufsichtsratschef eher die Spieler in der Bringschuld. „Sie sind in der Pflicht und müssen ihre Leistung bringen.“
Dabei spricht er dem Kader nicht die Qualität ab. „Ich bin von der Mannschaft überzeugt, auch wenn es noch nicht so geklappt hat“, sagt der VW-Manager. Den Ruf nach neuen Spielern empfindet er als zu früh. Noch hat das aktuelle Team die Chance, ihn zu überzeugen.

