Fit oder verletzt? Olic sorgt für Ärger und Verwunderung
Wolfsburg Eine Oberschenkelverletzung brachte Ivica Olic um die EM-Teilnahme. Zu Unrecht, wie der kroatische VfL-Neuzugang sagt: „Ich bin gesund.“
Die Aussage sitzt. „Ich bin gesund, ich habe keine Probleme. Wenn der Trainer ein bisschen auf mich gewartet hätte, hätte ich gegen Italien spielen können“, wird Ivica Olic in Medien seiner Heimat zitiert. Ein deutlicher Vorwurf des kroatischen Neuzugangs des VfL in Richtung seines Nationaltrainers Slaven Bilic, von dem er sich offenbar ausgebootet fühlt.
Denn am Montag vergangener Woche war beim Stürmer ein Teilriss des großen Oberschenkelmuskels festgestellt worden. Zugezogen hatte sich der 32-Jährige die Verletzung beim Freundschaftsspiel der Kroaten in Norwegen wenige Tage zuvor. Nach der Untersuchung bei Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in München stand die Schock-Diagnose fest, die für Olic das EM-Aus und eine prognostizierte Pause von vier bis sechs Wochen bedeutete. Der Stürmer sagte danach geknickt: „Es ist ja nicht die erste Verletzung in meiner Karriere. Sie ist nicht allzu schlimm, kam aber zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.“
Nun also die Rolle rückwärts bei Olic, alles nicht so schlimm? Auch Kroatiens Trainer Slaven Bilic reagiert mit Verwunderung auf die Äußerungen des Routiniers: „Ich weiß nicht, was das soll. Nach der Diagnose war doch klar, dass er ganz sicher für die Gruppenphase ausfällt. Es tut mir doch selbst am meisten leid, dass er nicht bei der EM dabei ist.“ Bilic verweist auf die Diagnose von Müller-Wohlfahrt: „Selbst der Arzt von Bayern München sagte, er könne die ersten drei Partien nicht spielen.“
So besteht nach dem Ende der EM Gesprächsbedarf zwischen Bilic und Olic. Stimmen die Aussagen des Stürmers, dürfte sich immerhin der VfL freuen, denn dann wäre Olic beim Trainingsauftakt der Wolfsburger am 2. Juli mit dabei.

