Felix Magath kritisiert die vier VfL-Brasilianer
Wolfsburg Die Derby-Niederlage ist noch nicht verdaut. Am Montag arbeitet der VfL das 0:4 gegen Hannover auf. Kritik gab es dabei für die vier Brasilianer.
Diego, Josué, Naldo und Fágner – so ein Samba-Quartett aus Südamerika verspricht eigentlich tollen Zauberfußball. Doch im Heimspiel gegen 96 war nichts davon zu sehen. Selbst Diego konnte dem VfL-Spiel keine filigrane Note geben. Sein Landsmann Josué erwischte einen rabenschwarzen Tag und wurde von Trainer Felix Magath bereits zur Pause ausgewechselt.
Doch in der Videoanalyse wurde nicht nur die schwache Leistung aller VfL-Spieler thematisiert. Magath und seine Assistenten sprachen auch die Cliquen-Bildung bei den Grün-Weißen an. Ihre Kritik richtete sich vor allem an die Südamerika-Connection. „Unsere Brasilianer spielen am liebsten einen anderen Brasilianer an. Das ist sicherlich keine böse Absicht und menschlich auch verständlich, trotzdem müssen wir das rauskriegen“, sagt Magath.
Er spielt dabei vor allem auf die Szene vor dem 0:2 gegen Hannover an. Da spielte Josué einen katastrophalen Fehlpass, den 96-Treffer einleitete. „Er wollte Diego anspielen, obwohl Marcel Schäfer viel besser stand“, kritisiert Magath seinen Mittelfeldmann. Für ihn ist so eine Situation aber kein Einzelfall. Diego und Co. bleiben angeblich bei vielen Spielzügen am liebsten unter sich. „Im Spiel ist mir das auch nicht so deutlich geworden. Aber unsere Videoanalyse zeigt, dass das oft der Fall ist“, sagt Magath. So ein Spielverhalten seiner vier Brasilianer kann er nicht dulden. „Das führt dazu, dass Spiele verloren werden“, ärgert sich der Coach.
Deshalb sollen Naldo, Josué, Diego und Fágner für ihre speziellen Vorzüge bei den Pässen sensibilisiert werden. Magath will eine homogene Einheit und keine Cliquen-Wirtschaft. Was möglich ist, wenn alle elf Spieler auf dem Platz perfekt an einem Strang ziehen, konnte er am Sonntag sehen. Hannover lieferte in der Wolfsburger VW-Arena eine perfekte Mannschaftsleistung ab. Da konnte der VfL nicht mithalten.

