Fans feiern künftig im Club 45 und in Halle 09
Wolfsburg Der VfL Wolfsburg eröffnet zur neuen Saison die zweigeteilte Stadiongastronomie und lockt die Anhänger mit einer Catering-Flatrate.
Die neuen Stadion-Treffpunkte für VfL-Fans während der Heimspiele heißen Club 45 und Halle 09. Die Namen der zweigeteilten neuen Arena-Gastronomie verkündet Thomas Röttgermann, Geschäftsführer des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Mit der Millionen-Investition schafft der Klub auch eine Art VIP-Bereich für Nicht-VIPs. Eröffnung soll zur neuen Saison sein.
Der Rohbau steht. In der Außenseite der Gegengeraden entstehen auf 2150 Quadratmetern die beiden Bereiche in direkter Nachbarschaft. Der Club 45 wird der exklusive. Hier sollen bis zu 500 Fans für einen Jahresbeitrag von zuzüglich zum Dauerkarten-Preis 540 Euro (Erwachsene) beziehungsweise 300 Euro (Kinder bis 15 Jahre) und 50 Euro (Kinder unter 6 Jahre) bei allen 17 Heimspielen der Saison essen, trinken und klönen können. Die Catering-Flatrate macht’s möglich.
Geöffnet ist der Club 45 an Spieltagen von zwei Stunden vor Spielbeginn an, in der Pause und bis zwei Stunden nach Abpfiff. Laut Röttgermann wird das kulinarische Angebot angelehnt an das, was es bisher schon an den Kiosken zu kaufen gibt: „Bratwurst, Brezeln, Frikadellen oder auch Gulaschsuppe. Wir müssen sehen, in welchem Maß es über das Kiosk-Angebot hinausgehen könnte“, sagt der Geschäftsführer.
Noch offen sei, ob es auch Tageskarten für den Club-Besuch geben werde. „Das unterstellte, dass wir nicht ausgebucht sein werden“, erklärt Röttgermann, der an den Erfolg des Konzepts glaubt. Die Zahl 45 in Club 45 steht übrigens für das Gründungsjahr des VfL (1945).
Direkt nebenan entsteht die Halle 09. 800 bis 1000 Plätze soll sie – je nach Bedarf – bieten. Sie ist offen für jeden Fan. Hier soll es ein vergleichbares Catering-Angebot geben, aber nicht zum Pauschalpreis. Mit dem Namen Halle 09 soll die Verbundenheit zum Mutterkonzern VW mit seinen Fabrikhallen demonstriert und das VfL-Meisterjahr 2009 assoziiert werden.
Die Investition des Klubs liegt im „spürbar siebenstelligen Bereich“, wie es Röttgermann ausdrückt. Schon länger hatte der VfL überlegt, wie er den „brachliegenden Bereich“ unter der Gegengeraden sinnvoll nutzen könnte. „Es wäre zwar leichter zu refinanzieren gewesen, wenn wir an der Stelle weitere VIP- und Business-Logen gebaut hätten.“ Aber der VfL habe sich bewusst dafür entschieden, für seine Fans einen attraktiven Treffpunkt zu schaffen. „Außerdem wird unter der Woche einer der beiden Bereiche zu bestimmten Zeiten als Gaststätte geöffnet sein“, kündigt Röttgermann an.
