Fagner: „Ich will hier großartige Momente erleben“
Wolfsburg Neuzugang Nummer acht ist nun auch offiziell perfekt: Fagner wechselt für rund vier Millionen Ablöse zum VfL Wolfsburg, unterschrieb bis 2016.
Am Dienstag wurde nun auch offiziell verkündet, woran niemand mehr gezweifelt hatte. Rechtsverteidiger Fagner wechselt bis 2016 zum Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg und verspricht den Fans: „Ich werde alles dafür tun, dass wir hier gemeinsam große Momente erleben.“
Felix Magath atmet nach der Verpflichtung des 1,68-Meter-Mannes erst einmal durch. „Ich habe seit Monaten darauf hingewiesen, dass die Rechtsverteidiger-Position bei uns noch besetzt werden muss. Mit Fagner haben wir jetzt einen Spieler gefunden, der diese Position spielt, wie ich es gerne sehe: nach vorne ausgerichtet, mit Offensivdrang“, sagt der VfL-Trainer.
Für Fagner ist es das zweite Engagement in Europa. Von 2007 bis 2009 spielte er beim niederländischen Erstligisten PSV Eindhoven, konnte sich dort allerdings nicht durchsetzen. Der 23-Jährige hat die Zeit in Holland längst abgehakt. „Ich war damals jung, allein und weit weg von zu Hause. Jetzt bin ich reifer, habe Familie und mich in Brasilien noch einmal weiterentwickelt“, sagt er.
Der Verteidiger ist überzeugt, dass die rund vier Millionen Euro, die der VfL an Vasco da Gama gezahlt haben soll, gut angelegt sind. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, meine wahre Qualität und meinen Wert zu zeigen. Ich bin dem VfL für diese Chance sehr dankbar, und werde beweisen, dass es die richtige Entscheidung war.“
Davon ist Felix Magath längst überzeugt. „Wer in Brasilien auf seiner Position zum besten Spieler gewählt wird, dessen fußballerische Qualitäten liegen auf der Hand. Er ist technisch gut, laufstark und sicher am Ball. Wir werden an ihm viel Freude in der kommenden Saison haben“, sagt der 58-Jährige.
Nun gehe es vor allem darum, dass sich Fagner schnell an die neue Umgebung gewöhnt. Dabei helfen soll ihm die Brasilien-Fraktion im VfL-Kader, die mit ihm auf nunmehr fünf Spieler angewachsen ist. „Es ist natürlich gerade zu Beginn schön, dass es so viele Brasilianer hier gibt“, sagt Fagner, der künftig mit der Nummer 32 auflaufen wird. „Das macht es für mich etwa im Training leichter zu verstehen, was der Trainer von mir verlangt.“
Auch die Familie soll ihren Teil zur schnellen Eingewöhnung beitragen. Seine Frau und sein Sohn ziehen ebenso mit nach Deutschland wie die fünf Hunde der Familie. Die Wohnungssuche muss allerdings warten, denn Fagner reiste gestern mit dem VfL gleich nach China weiter. Zuvor konnte er bei der Nachmittagseinheit schon einmal die Magathsche Trainingsluft schnuppern.

