„Es herrscht ein gutes Miteinander im Team – das hat mich überrascht“
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Im Trainingslager in Belek sprach Hecking über...
... die ersten Erkenntnisse, die er in den Tagen in Belek gewonnen hat:„Ich habe die Spieler alle nur eine kurze Zeit gesehen. Ich bin kein Freund davon, da schon irgendwelche Tendenzen oder abschließende Urteile von mir zu geben. Ich kann nur den Ist-Zustand beurteilen. Und der ist, dass ich einen Kader vorgefunden habe, der – obwohl er sehr groß ist – sehr harmonisch wirkt. Es herrscht ein gutes Miteinander im Team. Die Spieler helfen sich gegenseitig, unterstützen sich untereinander. Das habe ich so in der Form nicht erwartet. Die positivste Erkenntnis ist, dass der Kader eine Homogenität ausstrahlt, die mich überrascht.“
... die ersten Trainingseindrücke von Neuzugang Ivan Perisic:„Ivan war erst zwei Tage im Training. Er hat noch ein bisschen Probleme, weil er einen Schlag auf das Sprunggelenk abbekommen hat. Deshalb musste er kürzertreten, und wir werden ihn auch immer wieder aus dem Training rausnehmen, damit die Verletzung nicht schlimmer wird. Aber man hat bereits gesehen, dass er aus einer Mannschaft kommt, die Fußball spielt. Außerdem hat er viel Zug zum Tor. Es wird wichtig sein, dass die Spieler, die mit ihm auf dem Platz stehen, sich auf diese Spielweise einstellen. Eine gewisse Anlaufzeit muss man Ivan natürlich noch geben.“
... die möglichen Spielsysteme des VfL in der Rückrunde:„Im Moment habe ich kaum andere Möglichkeiten als 4-2-3-1 zu spielen. Patrick Helmes und Bas Dost sind verletzt, und ich glaube, dass Ivica Olic und Srdjan Lakic für ein System mit zwei Stürmern zu ähnlich sind. Deshalb gibt unsere aktuelle Personalsituation auch das System vor. Außerdem kann Diego seine Rolle als Zehner sehr offensiv interpretieren. Er schiebt gut gegen den Ball, bringt sich gut in den Raum zwischen Sechser und Innenverteidiger. Oftmals spielen wir schon ein verkapptes 4-4-2-System. Prinzipiell wollen wir mit einer Doppelsechs spielen. Das bringt Stabilität. Deshalb ist das 4-2-3-1 mein favorisiertes System.“
... den Zweikampf von Alexander Madlung und Emanuel Pogatetz um den freien Platz neben Simon Kjaer in der Innenverteidigung beim Rückrunden-Auftakt gegen Stuttgart:„Gegen Besiktas haben beide ihre Leistung gebracht. Wir haben zu null gespielt, das war auch ihr Verdienst. Ich denke, dass beide sehen, dass sich beim VfL wieder eine Chance für sie auftut. Emanuel Pogatetz wollten wir vor der Saison bereits zum 1. FC Nürnberg holen. Alexander Madlung hat beim VfL bereits eine sehr gute Rolle gespielt. Warum soll er das nicht wieder machen? Die Chance ist für beide da. In den drei Testspielen, die wir haben, werden wir sie uns noch einmal genau angucken.“
... eine mögliche Kader-Reduzierung nach dem Trainingslager:„Klaus Allofs und ich sind uns da einig. Wir werden keinen Spielern vom Hof jagen. Im Moment haben wir 32 Spieler in Belek. Das heißt, gegen den VfB Stuttgart würden davon 21 erst einmal nicht zum Einsatz kommen. Das ist eine immens große Zahl. Aber trotzdem halte ich es für möglich, mit diesem Kader gut zu arbeiten. Aber irgendwann wird sicherlich auch der Zeitpunkt kommen, an dem ich mich auf einen Kernkader von 22, 23 Spieler festlegen.“
... Dinge, die er in einer Mannschaft unter keinen Umständen duldet:„Was bei mir gar nicht geht, ist, wenn sich ein Spieler über die Mannschaft stellt. Natürlich braucht jedes Team auch gute Individualisten. Aber auch die müssen wissen, dass sie nur in der Mannschaft stark sind. Wenn ich zum Beispiel Diego sehe, wie er im Training gegen den Ball arbeitet, wie er verlorenen Bällen nachgeht, dann bin ich zuversichtlich, dass mir das auch beim VfL gelingt.“
... die Erwartungshaltung beim VfL im Vergleich zum 1. FC Nürnberg:„Manchmal ist es auch einfacher, geringe finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben. In Wolfsburg ist die Erwartungshaltung natürlich größer, man wird schneller kritischer beäugt. Das ist Neuland für mich, aber spannend.“
