Einsätze von Josué und Olic fraglich
Wolfsburg Schön spielen allein reicht nicht, der VfL muss auch punkten. Sonntag soll gegen den HSV ein Heimsieg her.
Nach den vergangenen beiden Spielen gegen Bremen und Mönchengladbach bekam Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg viele Komplimente – aber nur einen Punkt. Zum Abschluss der englischen Woche sollen gegen den Hamburg SV nun drei Punkte her – egal, wie.
„Wir spielen besseren Fußball, aber die Ergebnisse stimmen nicht“, sagt VfL-Trainer Lorenz-Günther Köstner und fügt hinzu: „Unseren Zuschauern ist es sicherlich auch lieber, wenn wir erfolgreich spielen.“ Und Köstner weiß auch, was dafür erforderlich ist: „Wir waren immer dann erfolgreich, wenn wir geradlinig und schnell gespielt haben. Wir müssen eiskalt zuschlagen. So wie es Gladbach gegen uns gemacht hat.“
Am Mittwoch hatte der VfL zwar erstaunliche 62 Prozent Ballbesitz, kassierte aber eine 0:2-Niederlage und fiel auf den 15. Platz zurück. „Unser Spiel sieht gut aus. Aber wir müssen auch erfolgreich sein. Das zeichnet eine gute Mannschaft aus“, meint VfL-Manager Klaus Allofs, der angesichts des Restprogramms bis zur Winterpause mit Spielen gegen Hamburg, Dortmund und Frankfurt nicht beunruhigt ist: „Unser Team hat die Qualität und das Potenzial, um auch solche schweren Spiele zu gewinnen.“
Köstner muss eventuell auf zwei Stammspieler verzichten. Der zuletzt gelb-gesperrte Josué hat sich im Training eine Oberschenkel-Zerrung zugezogen und konnte nicht mit der Mannschaft trainieren. Sollte der Brasilianer ausfallen, würde – wie schon in Mönchengladbach – Christian Träsch im zentralen defensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen. „Christian hat ein beherztes Spiel und einen entschlossenen Eindruck gemacht. Die Mannschaft hat ihn auch gut angenommen“, lobt Köstner.
Fraglich ist auch Ivica Olic’ Einsatz. Er klagt nach wie vor über Rückenprobleme. Erste Alternative für Olic sei Rasmus Jönsson, erklärt Köstner. „Flügelstürmer haben wir nicht so viele im Aufgebot. Im Training hat Rasmus einen guten Eindruck hinterlassen.“ Wen auch immer Köstner aufstellt, eines will er von allen Akteuren über 90 Minuten auf dem Platz sehen: „Kampf und Leidenschaft.“



