Dost steht erstmals im Oranje-Kader
Wolfsburg Große Ehre für einen VfL-Neuzugang: Bondscoach Louis van Gaal nominiert erstmals Bas Dost fürs niederländische Nationalteam.
Verdienter Lohn für Bas Dost. Hollands Nationaltrainer Louis van Gaal nominierte den letztjährigen Torschützenkönig der niederländischen Ehrendivision für das Länderspiel am Mittwoch in Belgien. Für den Stürmer des VfL Wolfsburg wäre es sein erster Auftritt im Nationaldress.
„Ich bin zum ersten Mal überhaupt für die Nationalmannschaft nominiert“, sagt Dost. „Ich bin darauf schon etwas stolz. Das ist großartig für mich, das hatte ich nicht erwartet.“
Die Nachricht von seiner Nominierung erreichte den Torjäger am Freitagvormittag im Trainingslager des Fußball-Bundesligisten im österreichischen Villach, noch bevor ihn van Gaal persönlich darüber informieren konnte. „Während ich beim Mittagessen war, habe ich zehn Anrufe und 25 SMS bekommen. Vielleicht war ja der Bondscoach mit dabei“, sagte Dost, der neben Ricardo van Rhijn (Ajax Amsterdam) und Jordy Clasie (Feyenoord Rotterdam) einer von drei absoluten Neulingen im Oranje-Kader ist.
Trotz aller Freude über die Nominierung geht der 23-Jährige ohne Einsatzerwartung in das Freundschaftsspiel in Brüssel. „Es wird sicherlich nicht einfach für mich. Immerhin sind auch Spieler wie Klaas-Jan Huntelaar von Schalke 04 und Arsenal Londons Robin van Persie mit dabei“, sagt er mit Blick auf seine Sturmkonkurrenz.
Immerhin fährt Dost gut vorbereitet zu seinem ersten Nationalmannschaftsauftritt, denn das harte Training unter VfL-Trainer Felix Magath zahlt sich langsam aus. „Es geht mir mittlerweile besser als am Anfang“, sagt er. Beim Trainingsstart war ihm sein konditioneller Rückstand noch deutlich anzusehen. „Da war es schon ziemlich schwer für mich. Das ist es zwar immer noch, aber mittlerweile gewöhne ich mich immer besser daran.“
Waren die Beine in den ersten Tagen in Wolfsburg wegen der ungewohnten Belastung noch schwer wie Blei, was ihn sichtlich bei seiner originären Aufgabe, dem Tore schießen behinderte, trifft er im Training mittlerweile aus allen Lagen. Einen Stammplatzanspruch formuliert Dost, für den der VfL stolze sieben Millionen Euro an den niederländischen Erstligisten SC Heerenveen überwiesen hat, daraus aber nicht.
Für ihn zählt vorerst, dass sein Fitnesszustand sich noch weiter bessert, sieht sich dabei auch auf dem richtigen Weg. „Ich fühle, dass die Kondition langsam aber sicher kommt.“ Dass er den Sprung in die Bundesliga packt, bezweifelt er nicht. „Ich habe in Holland in 34 Spielen 32 Tore erzielt, obwohl ich keine Kondition hatte.“
Der bis 2017 an den VfL gebundene Torjäger will denn auch möglichst schnell seinen Beitrag zu den großen Zielen der Wolfsburger leisten. Die Qualifikation für das internationale Geschäft steht dabei ganz oben auf der Agenda, weshalb Dost auch über den Verbleib von Diego besonders froh ist. „Es ist wichtig, dass er bleibt. Ihn zeichnet eine spezielle Qualität aus, die nicht jeder hat.“

