Diegos Fehler interessiert Magath nicht mehr
Wolfsburg Diegos Zukunft beim VfL Wolfsburg ist weiter offen. Doch Felix Magath hat die Probleme aus der Vergangenheit längst abgehakt.
Vor dem Ende der China-Reise des Fußball-Bundesligisten stellte der VfL-Trainer zumindest klar, dass der Hoffenheim-Eklat bei der Frage, ob der Brasilianer bleibt oder den Verein verlässt, keine Rolle mehr spielt. „Für mich zählt nicht, was in der Vergangenheit war, sondern nur, was in der Zukunft positiv für die Mannschaft ist. Jeder Spieler, der der Mannschaft hilft, ist willkommen“, wird Magath kurz vor dem Rückflug nach Deutschland vom Kicker zitiert.
Zur Erinnerung: Vor dem entscheidenden letzten Saisonspiel im Mai 2011 bei 1899 Hoffenheim war der Brasilianer aus dem Mannschaftshotel geflüchtet, nachdem er von Magath nicht für die Startformation vorgesehen war. Danach war der 27-Jährige bis Ende Juni an Atletico Madrid ausgeliehen worden, eine Zukunft beim VfL schien trotz Vertrags bis 2014 unwahrscheinlich.
Doch da Atletico finanziell bislang nicht in der Lage ist, die vom VfL geforderten rund zehn Millionen Euro sowie die fürstliche Gage des Technikers zu zahlen, und auch andere interessierte Vereine wie Fenerbahce Istanbul oder Lokomotive Moskau laut Magath kein konkretes Angebot für Diego vorlegten, scheint dessen Verbleib in der Autostadt zumindest etwas realistischer als noch vor einigen Wochen.
Denn im Trainingslager an der Ostsee Anfang des Monats hatte Magath den 31. Juli als Stichtag für Transfers von Spielern in Diegos Größenordnung angegeben. Gehe bis dahin kein Angebot ein, so der VfL-Trainer damals, werde der Brasilianer beim VfL bleiben.
Bislang sieht es nicht so aus, als würde bis zur Deadline ein passendes Angebot bei den Wolfsburger eingehen. Daran dürfte auch das wieder entflammte Interesse von Galatasaray Istanbul nichts ändern. Der türkische Erstligist hatte sich schon vor einem Jahr vergebens um Diego bemüht, versucht es nun nach türkischen Medienberichten erneut. Allerdings hofft Gala darauf, dass der VfL von der geforderten Ablöse deutlich heruntergeht – eine Hoffnung, die kaum erfüllt werden wird.
Sollte Diego beim VfL bleiben, könne er eine „wichtige Rolle“ in der kommenden Saison spielen, so Magath weiter. Einen Sonderstatus wird er dem Brasilianer dennoch nicht einräumen. Vielmehr müsse sich Diego wie jeder andere Spieler auch in die Mannschaft einbringen.

