Diego und Kjaer bleiben beim VfL – vorerst
Wolfsburg Dienstagabend endete die vom VfL ausgerufene Wechsel-Frist für Diego und Kjaer. Angebote blieben aus, doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.
Gestern endete die von VfL-Trainer Felix Magath gesetzte Wechselfrist für die Problemfälle Diego und Simon Kjaer. Doch obwohl keine konkreten Angebote beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten eingegangen sind, ist der Verbleib der Spieler noch längst nicht sicher.
Denn im Trainingslager in Glücksburg hatte Magath zwar angekündigt, dass die „Themen wie Kjaer und Diego bis Ende Juli“ geklärt sein sollten. „Ansonsten ist es für uns kein Thema mehr.“ Doch einen Spalt weit ließ der VfL-Trainer die Tür für potenzielle Interessenten weiter offen: „Kommt etwa Mitte August noch ein sehr gutes Angebot, würden wir sicherlich darüber nachdenken.“
Zwar gibt es etwa für den dänischen Nationalspieler Kjaer zahlreiche Interessenten. Doch weder die bislang kolportierten Vereine Fenerbahce Istanbul, FC Malaga oder der FC Liverpool, noch der AS Rom, an den der Innenverteidiger in der vergangenen Saison verliehen war, legten ein Angebot vor. Und auch das neueste, von der italienischen Zeitung Tuttomercato vermeldete Interesse des AC Florenz konkretisierte sich bislang noch nicht zu einem echten Angebot an den VfL.
Ähnlich geht es Diego. Zwar äußerte sich Magath zuletzt öffentlich betont positiv zu den Fähigkeiten des Brasilianers. Doch auch der 27-Jährige darf bei einem passenden Angebot weiterhin den Verein verlassen. Neben Galatasaray Istanbul, dass nach Berichten türkischer Medien bereit sein soll acht Millionen Euro Ablöse sowie ein Netto-Jahressalär von rund 3,5 Millionen zu zahlen, gilt immer noch Atletico Madrid als äußerst bemüht im Werben um den Mittelfeldspieler.
Der spanische Erstligist nahm gestern durch den Verkauf von Eduardo Salvio an Benfica Lissabon zwischen acht und zehn Millionen Euro ein. Doch in der Führungsriege des Europaliga-Siegers kam es daraufhin zum Streit, ob die Millionen wirklich wie von den Fans gefordert in die Diego-Verpflichtung fließen, oder zum Schuldenabbau beim klammen Verein genutzt werden sollen. Nach Informationen unserer Zeitung setzte sich gestern Abend die Pro-Diego-Fraktion durch, bis Ende der Woche soll nun Kontakt zum VfL aufgenommen werden.



