Diego Benaglio meldet sich fit für das Niedersachsen-Derby
Wolfsburg Das lässt die VfL-Fans aufatmen: Torwart Diego Benaglio gibt grünes Licht für das Niedersachsen-Derby am Sonntag gegen Hannover 96.
Am Freitag absolvierte der Keeper des Fußball-Bundesligisten wieder ein (fast) normales Trainingspensum. Zwar mischte der Schweizer in der Einheit am Vormittag nicht beim Trainingsspiel mit, arbeitete dafür aber sehr intensiv mit Torwarttrainer Andreas Hilfiker. Anschließend war er optimistisch, beim Derby gegen Hannover dabei zu sein. „Ich bin auf einem guten Weg. Wir müssen jetzt noch schauen, wie die Reaktion auf das Training ausfällt, aber ich bin positiv gestimmt“, sagt der Torwart.
Er hatte sich vor dem ersten Saisonspiel des VfL beim VfB Stuttgart an der Rippe verletzt. „Es ist im Training passiert. Aber ich habe mit der Verletzung bereits gegen Stuttgart gespielt. Deshalb bin ich guter Dinge, dass es auch gegen Hannover geht“, so Benaglio. Auch sein Trainer ist zuversichtlich. „Bei Diego wird es von Tag zu Tag besser. Ich gehe davon aus, dass er am Sonntag zwischen den Pfosten steht“, sagt Felix Magath.
Er kann seinen besten Keeper im ersten Heimspiel dieser Saison auch gut gebrauchen. Nicht erst seit dem überzeugenden Einzug der Hannoveraner in die Gruppenphase der Europa-Liga in dieser Woche hat der Coach vor dem Rivalen aus der Nachbarschaft viel Respekt. „Hannover hat eine der besten Mannschaften der Liga, auch wenn sie sich gegen Schalke schwer getan hat. Die 96er sind in den vergangenen zwei Jahren gewachsen und stabil, das werden sie sicher auch wieder in Wolfsburg zeigen“, vermutet der VfL-Coach.
Er hat bei seiner Analyse des Gegners zwei besondere Stärken der Gäste ausgemacht: Konter und Standardsituationen. „Da müssen wir auf der Hut sein“, warnt Magath. Was keine leichte Aufgabe für seine Elf wird, denn es handelt sich um zwei grundsätzlich verschiedene Herausforderungen. Wegen Hannovers Gefährlichkeit bei Freistößen und Ecken will Magath „das Spiel aus der eigenen Hälfte verlagern, damit wir nicht so viel Betrieb vor dem eigenen Strafraum haben“. Doch genau das könnte 96 Räume für seine Tempogegenstöße verschaffen. „Wir dürfen nicht in Konter laufen“, warnt Magath deshalb.
Gelingt seiner Mannschaft der Spagat, sind die nächsten drei Punkte möglich. Auch gegen eine der besten Mannschaften der Liga. Diesen Titel hätte sich mit sechs Zählern dann auch wieder der VfL verdient.

