Die Schmährufe der 96-Fans findet Pogatetz „schade“
Wolfsburg Richtig geknickt war Emanuel Pogatetz nach der Partie gegen seinen Ex-Klub. Neben dem 0:4 setzte dem Abwehrspieler auch die Schmährufe der 96-Fans zu.
Vor dieser Saison wechselte der Österreicher von Hannover nach Wolfsburg. Das frühe Wiedersehen am zweiten Spieltag hatte sich Pogatetz ganz anders vorgestellt. Denn immer wieder hallten böse Beleidigungen aus dem Gästeblock durch die VW-Arena.
Die Schmährufe hinterließen einen fassungslosen Pogatetz. „Das ist sehr enttäuschend“, sagte er nach Fassung ringend. „Es ist sehr schade, das hätte ich so nicht erwartet. Ich denke, ich habe zwei Jahre mein Bestes für Hannover gegeben.“
Weniger diplomatisch drückte sich 96-Klubboss Martin Kind aus. „Ein Teil unserer Fans sind Arschlöcher“, machte Kind seinem Unmut Luft und ergänzte: „Und sie sind nicht bundesliga- und europatauglich. Das ist inakzeptabel, unappetitlich und unterste Schublade.“
Hannovers Trainer Mirko Slomka hatte die Rufe nicht gehört und wollte das auch gar nicht glauben. „Ich konzentriere mich nicht darauf, was die Fans singen“, sagte Slomka und hielt dann ein Plädoyer für Pogatetz. „Er war ein hervorragender Profi bei uns in Hannover. Er ist ein toller Spieler und ein toller Typ. Wir hätten uns nicht gewünscht, dass er den Verein wechselt. Er wird aber seinen Weg in Wolfsburg machen.“
Eine Ausrede für die Niederlage suchte Pogatetz aber natürlich nicht bei den Beleidigungen. Ohnehin gehörte der Österreicher mit seiner großen Einsatzfreude zu den besseren Wolfsburgern gestern. Auch das Spiel machte ihn traurig. „Das geht natürlich nicht, dass wir 0:4 zu Hause verlieren. Wir müssen uns steigern. Vier Gegentore in einem Spiel sind für mich als Abwehrspieler natürlich sehr enttäuschend.“
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