DFB-Pokal - VfL Wolfsburg zieht ins Achtelfinale ein
Wolfsburg Der VfL Wolfsburg ist unter Lorenz-Günther Köstner weiter im Aufwind und steht nach dem Sieg gegen den FSV Frankfurt im Achtelfinale des DFB-Pokals.
Vor nur 7538 Zuschauern sah es eigentlich zu keiner Zeit nach einer Niederlage für den Fußball-Bundesligisten gegen den Außenseiter vom Main aus. Die Wolfsburger bestimmten die Partie über die komplette Spieldauer. Der VfL brannte zwar kein spielerisches Feuerwerk ab, zeigte sich im zweiten Spiel unter Köstner nach dem Rauswurf von Trainer-Manager Felix Magath aber stabil, mannschaftlich geschlossen und siegte verdient durch Treffer von Diego (51. Minute) und Bas Dost (61.). Nach den katastrophalen Auftritten in den letzten Partien der Magath-Ära war das erneut ein kleiner Fortschritt.
Köstner, vor und während der Partie von den Wolfsburger Fans mit Sprechchören gefeiert, hatte seine Mannschaft im Vergleich zum 4:1-Erfolg in Düsseldorf nicht verändert. Erneut setzte der Coach vor allem auf Erfahrung. Vor der Viererkette sollten Jan Polak und Josué auf der Doppelsechs abräumen. Als Taktgeber war erneut Diego eingeplant. Der Brasilianer wurde den Ansprüchen gerecht. Diego war wieder das Herz des VfL-Spiels, war jederzeit anspielbar und verteilte die Bälle auf seine Kollegen.
Die zeigten in Hälfte 1 gegen weitestgehend harmlose Frankfurter eine engagierte und passable Leistung. Doch der VfL vergaß das Wichtigste: Aus seinen zahlreich vorhandenen Chancen sprang vor der Pause kein Tor heraus. Die besten Möglichkeiten vergaben Dost, der erst einen Kopfball nicht platzierte (36.) und anschließend einen Ball am zweiten Pfosten nicht stoppen konnte (38.) sowie Diego, der nach einer Rückgabe von Ivica Olic das Spielgerät aus drei Metern Entfernung nicht im Tor unterbrachte (19.). Außerdem traf Polak mit einem wuchtigen Kopfball nur die Latte (40.).
Die Gäste hatten zwar ebenfalls ihre Möglichkeiten, weil die Wolfsburger Abwehr hin und wieder Lücken bot, doch Diego Benaglio musste nicht eingreifen. Frankfurt strahlte auch in guten Schusspositionen kaum Torgefahr aus.
In der zweiten Hälfte setzten die Wolfsburger ihre gute Leistung fort. Hinten stand die Mannschaft weiterhin solide und im Spiel nach vorne erhielt Diego mehr Unterstützung von seinen Mitspielern. Der Japaner Makoto Hasebe leitete mit einem schönen Pass die Führung ein. Sein Zuspiel in den Strafraum nahm Olic mit der Brust an, leitete den Ball weiter zu Diego, der vollendete.
Danach war die Partie praktisch entschieden. Die Frankfurter hatten einfach nicht die Klasse, den Wolfsburger Sieg noch zu gefährden. Spätestens nach dem 2:0 von Dost waren die Offensivaktionen der Gäste mehr Alibiversuche.



