Denkpause für Marcel Schäfer
Wolfsburg Nach 89 Einsätzen für den VfL in der Fußball-Bundesliga am Stück saß Marcel Schäfer bei der 0:3-Pleite der Wolfsburger in München nur auf der Bank. .
Die Zuschauerrolle droht dem 28-Jährigen nun wohl häufiger
„Marcel hatte zuletzt eine schlechte Phase gehabt. Vielleicht ist es gut, wenn er mal durchschnaufen und dann wieder eingesetzt werden kann“, begründet Trainer Felix Magath die Zwangspause für den bisherigen Dauerbrenner.
Für Magath ist die Herausnahme des achtmaligen Nationalspielers aus der Startelf ein normaler Vorgang im Fußball-Geschäft, um den er wenig Aufhebens machen will. „Es ist normal, dass einer mal bessere und auch mal schlechtere Spiele hat“, sagt er. „Bei einer Mannschaft wie Bayern, die gewinnt, finden alle die Rotation toll.“
Zweimal ausgewechselt
Nicht von der Hand zu weisen ist jedoch, dass Magath zuletzt mit Schäfers Leistungen alles andere als zufrieden war. In Augsburg und gegen Fürth wurde der Linksfuß nach mäßiger Vorstellung ausgewechselt, auch im Training kritisierte Magath ihn lautstark.
Keine Parallele zu Träsch
Nun also der Bankplatz in München. Ungewohnt für Schäfer, der sich damit zuletzt am 19. Dezember 2009 beim Auswärtsspiel in Frankfurt unter dem damaligen Trainer Armin Veh begnügen musste. Und der nächste Rückschlag, den er verdauen muss, nachdem ihm Magath vor einem Jahr die Kapitänsbinde abgenommen hatte.
Schäfers Nachfolger wurde bekanntlich Christian Träsch, der nach dürftigen Leistungen am Ende der vergangenen Saison von Magath auf die Ersatzbank gesetzt wurde. Auch hier in der Hoffnung, dass die Zwangspause den Spieler wieder in die Spur bringt. Bei Träsch hat die Maßnahme bislang nicht gefruchtet, der Ex-Kapitän fristet weiter sein Reservistendasein. Parallelen zu Schäfer mag der VfL-Boss dennoch nicht ziehen. „Das hat nichts mit Träsch zu tun. Wir haben nun einmal auch Spieler, die draußen sind und auch spielen können“, sagte Magath.
Eine besondere Reaktion erwartet Magath von Schäfer nun allerdings nicht. „Er muss an seiner Trainingsleistung nichts ändern“, sagte er. „Er sollte einfach weiterarbeiten wie bisher.“

