„Böser“ Dost ist endlich wieder fröhlich
Wolfsburg Mehr als eine Woche musste sich Bas Dost gedulden. Nun steht der Stürmer vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining des VfL Wolfsburg.
Im Trainingslager war Bas Dost nicht gut drauf. Der Stürmer des VfL Wolfsburg fiel wegen einer Adduktorenzerrung komplett aus, konnte keine Einheit mit der Mannschaft und kein Testspiel des Fußball-Bundesligisten absolvieren. Seine Stimmung war deshalb im Keller. „Ich war böse“, sagt der sympathische Niederländer in etwas eigenwilligem Deutsch.
Doch ab Mittwoch ist Schluss mit der miesen Laune. „Es geht mir wieder besser, die Schmerzen im Adduktorenbereich sind weg. Jetzt bin ich wieder fröhlich“, sagt Dost. Am Mittwoch will er wieder ins Mannschaftstraining der Wolfsburger einsteigen. Gestern stand für den 23-Jährige bereits wieder eine anspruchsvollere Einheit an. Mit Christian Träsch (ebenfalls Adduktorenprobleme) und Patrick Helmes (Aufbautraining) absolvierte er eine Laufeinheit, in die einige Sprint- und Springübungen integriert waren. Es war der Härtetest vor dem heutigen Einstieg ins Mannschaftstraining.
Die Rückkehr zum Team kommt gerade rechtzeitig, so dass Dost noch eine Option für den Rückrundenauftakt am Samstag (15.30 Uhr, VW-Arena) gegen den VfB Stuttgart ist. „Ich denke, dass ich am Samstag fit bin“, ist der Stürmer zuversichtlich. Auch sein Trainer Dieter Hecking glaubt daran, dass er gegen die Schwaben auf den Angreifer bauen kann. „Im Kader kann man sicherlich mit ihm rechnen, ob es auch für die Startelf reicht, müssen wir mal sehen“, sagt Hecking.
Er geht davon aus, dass der Stürmer durch seine Zwangspause keinen großen Rückstand hat. Mehr als eine Woche konnte Dost nicht richtig trainieren, allerdings standen beim VfL in dieser Zeit vor allem taktische Übungen und keine Konditionseinheiten auf dem Programm. Seinen Startelf-Platz hat Dost durch seine Verletzung aber erst einmal eingebüßt. Im Sturmzentrum hat im Moment Ivica Olic die besten Karten. Doch Hecking plant Dost weiter als feste Größe. „Bas hat sich in der Hinrunde einen gewissen Stellenwert erarbeitet. Ich bin froh, wenn er wieder einsatzfähig ist“, so Hecking. Er musste sich den Stürmer im Trainingslager einmal auch zur Seite nehmen. „Er hat einmal mal mit mir gesprochen, weil ich verletzt war“, sagt Dost. Die schlechte Laune des Stürmers hat dem neuen Trainer nicht gefallen – nur mit einer positiven Einstellung kann eine Rückkehr auf den Platz schnell gelingen. Das hat sich der Angreifer zu Herzen genommen. Spätestens am Mittwoch hat er sein Lachen wieder gefunden.



