Bei Magath-Verbleib wäre Kjaer gegangen
Wolfsburg Der Innenverteidiger sah unter Ex-Trainer Felix Magath keine Perspektive für sich und lobt Nachfolger Lorenz-Günther Köstner über alle Maßen.
Seit 2010 spielt Simon Kjaer, unterbrochen von einer Saison in Rom, beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg. Doch so locker und gelöst wie in diesen Tagen, hat man den dänischen Innenverteidiger noch nie erlebt.
Grund für den Stimmungswandel beim 23-Jährigen ist der Trainerwechsel beim VfL. Unter Felix Magath hatte er keine Zukunft, blieb im Sommer nur, weil sich kein Verein fand, der ihn aus seinem bis 2014 laufenden Vertrag herauskaufen wollte. Unter Interimscoach Lorenz-Günther Köstner kehrte Kjaer in die Startelf zurück – und avanciert immer mehr zum Leistungsträger.
Kein Wunder, dass der dänische Nationalspieler nur in den höchsten Tönen von Köstner spricht. „Ich mag den Trainer, er hat mir eine neue Chance gegeben. Ich stehe hundertprozentig hinter ihm“, sagt er. Ohne Magath beim Namen zu nennen, rechnet Kjaer noch einmal mit seinem Ex-Chef ab, wenn er über Köstner redet. „Seit wir den neuen Trainer haben, hat sich alles verändert: Die Art wie er uns behandelt, wie wir Fußball spielen. Ich sehe nicht mehr so viele Fehlpässe bei uns. Wir entwickeln uns weiter.“
Bei Magath hatte Kjaer für sich keine Perspektive mehr gesehen, bekennt jetzt: „Vor sechs, sieben Wochen hätte ich Wolfsburg verlassen, weil ich Fußball spielen muss.“ Jetzt sei die Situation völlig anders. „Ich kann in einer der besten Ligen der Welt spielen. Ich bin glücklich und zufrieden.“tg



