Am Sonntag ruhen die Freundschaften
Wolfsburg Sonntag trifft Emanuel Pogatetz mit dem VfL auf Ex-Verein Hannover. Ein besonderes Spiel, doch er sagt: „Für 90 Minuten ruhen die Freundschaften.“
In den Tagen vor dem Niedersachsen-Derby in der Fußball-Bundesliga ist Pogatetz bei den Medienvertretern der gefragteste Mann beim VfL. Kein Wunder, kommt doch am Sonntag mit Hannover der Verein in die VW-Arena, bei dem der Österreicher bis zu diesem Sommer zwei Jahre spielte und mit dem ihm zweimal die Qualifikation für die Europaliga gelang.
„Natürlich ist die Partie etwas Besonderes“, sagt der 29-Jährige. Doch Geschenke wird er am Sonntag dennoch nicht verteilen, die Kommunikation mit den Ex-Kollegen ruht vor dem Niedersachsen-Derby. „Auch wenn ich in Hannover noch viele Freunde und Bekannte habe, gibt es in dieser Woche keinen Kontakt. Ich konzentriere mich voll auf das Spiel. In den 90 Minuten ruhen dann alle Freundschaften.“
Drei Punkte sind für den Innenverteidiger am Sonntag Pflicht. „Es ist unser erstes Heimspiel. Hannover spielt bereits international. Da wollen wir auch hin, deshalb wollen wir die Partie gewinnen“, sagt er.
Einen Spaziergang erwartet er indes nicht gegen seine alten Kollegen. „Es wird ein hartes Spiel werden. Hannover ist eine Spitzenmannschaft.“ Deren Stärken er aus dem Effeff kennt. „Sie schalten gut von Defensive auf Offensive um, haben schnelle Spieler und zeichnen sich durch die gute Chancenverwertung aus“, sagt er. „Aber unser Trainer wird uns gut darauf einstellen.“
Dem Wiedersehen mit den 96-Fans schaut er gelassen entgegen. „Ich gehe davon aus, dass sie mich nicht negativ empfangen werden. Ich habe Hannover nicht im Bösen verlassen und in den zwei Jahren meinen Beitrag dazu geleistet, dass 96 in der Europaliga spielt.“ Da möchte er auch schnellstmöglich mit dem VfL hin – und sogar noch mehr erreichen. „Das große Ziel Champions League steht über allem. Dafür bin ich nach Wolfsburg gekommen und die Chancen sind groß, dass wir das Ziel in den drei Jahren, die ich hier Vertrag habe, auch erreichen.“
Beim VfL ist er längst angekommen. Am 1. September bezieht er mit seiner Verlobten eine Wohnung in Wolfsburg, und auch auf dem Platz läuft es. In Stuttgart war „Emi“ bester Feldspieler, wurde von Trainer Felix Magath mit dem Prädikat „überragend“ geadelt. „Das Lob war natürlich eine große Ehre für mich“, sagt Pogatetz, der sich auf den Lorbeeren nicht ausruhen will. „Jetzt geht es weiter, am Sonntag wollen wir an die Leistung anknüpfen.“
