Allofs: Es liegen keine Angebote für unsere Spieler vor
Wolfsburg Jönsson zum 1. FC Köln, Vieirinha und Hasani nach Griechenland, Orozco zurück in die Heimat – Gerüchte um den VfL gibt er derzeit viele.
Kein Wunder. Die Wolfsburger haben den größten Kader der Fußball-Bundesliga, wollen gleich eine Reihe von Spielern abgeben. Sieben, acht Kandidaten dürfen sofort im Winter gehen, dazu wird es im Sommer weitere Trennungen geben.
Meldungen über bereits kurz vor dem Abschluss stehende Transfers weist VfL-Manager Klaus Allofs allerdings als Spekulationen zurück. „Im Moment liegen mir noch keine konkreten Angebote für einen unserer Spieler vor. Ich führe viele Gespräche, aber mehr mit unseren Spielern und deren Beratern“, sagt Allofs.
Denn der Redebedarf beim VfL ist groß. In den vergangenen Wochen konnte sich Allofs einen ersten Eindruck von der Mannschaft verschaffen, aber gerade von den vielen Wechselkandidaten hat er noch kein richtiges Bild. „Ich glaube, dass ich klar sehe, aber es ist bei vielen Spielern noch zu früh, eine Entscheidung zu treffen. Ich habe eine Liste der Spieler im Kopf, die uns verlassen könnten. Aber die kann sich von Tag zu Tag verändern“, sagt der Geschäftsführer Sport.
Er hat von seinem Vorgänger Felix Magath einen zu großen Kader geerbt, will nun nach und nach das Aufgebot auf ein gesundes Mittelmaß zurückschrauben. Geht es nach den Gerüchten, die im Umlauf sind, muss es Allofs einfach haben. Alle Klubs wollen angeblich seine Spieler. Nürnberg ist sich mit Alexander Madlung bereits einig, Köln will Jönsson, PAOK Saloniki die Flügelzange Vieirinha und Hasani im Paket und Orozco werden Kontakte zu Deportivo Tachira aus seiner venezolanischen Heimat nachgesagt. Bisher, so beteuert Allofs, hätte es aber noch keine Verhandlungen mit den interessierten Klubs gegeben.
Nur bei einem Spieler ist man anscheinend schon etwas weiter. Beim aussortierten Innenverteidiger Marco Russ lässt sich Allofs etwas mehr in die Karten schauen. „Es ist verständlich, dass sich Eintracht Frankfurt für ihn interessiert. Und es ist auch klar, dass der Verein für den Spieler interessant ist“, versteht der Manager den ehemaligen Frankfurter. Er habe am Rande der DFL-Sicherheitstagung Gespräche mit den Eintracht-Verantwortlichen geführt, zu einem konkreten Ergebnis sei man aber noch nicht gekommen.

