Afellays 2:0 bricht dem VfL endgültig das Genick
Wolfsburg Die Krise hat sich beim VfL Wolfsburg spätestens mit dem 0:3 bei Schalke 04 eingenistet.
0:3 beim FC Schalke 04, die dritte Pleite in Folge und der Sturz auf den vorletzten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga – der VfL Wolfsburg steckt nun mitten drin in der Krise und steht nach sieben Spieltagen mit dem Rücken zur Wand.
Erneut hatte Felix Magath die Startaufstellung verändert. Nach der 0:2-Heimpleite gegen Mainz, für den VfL-Trainer „unser bestes Saisonspiel“, begannen auf Schalke Srdjan Lakic, Robin Knoche und Marcel Schäfer für Ivica Olic, Thomas Kahlenberg und Christian Träsch. Zudem ließ er die Wolfsburger im stark auf die Defensive ausgerichteten Tannenbaum-System mit einer Dreierkette im defensiven Mittelfeld auflaufen.
Zunächst hielten die Wolfsburger auch vor 60 671 Zuschauern in der Veltins-Arena noch einigermaßen mit den Schalkern mit, was allerdings vor allem an den nervösen Hausherren lag, die zunächst Probleme hatten, ins Spiel zu finden.
Das änderte sich nach gut einer Viertelstunde. Der VfL stellte die ohnehin nur spärlichen Offensivbemühungen gänzlich ein und trug in der Folge vor allem durch Fehlpässe und Stellungsfehler zum Spiel bei. Bezeichnend die Teilnahmslosigkeit bei der Schalker Führung: Problemlos konnte sich Jefferson Farfán von Ricardo Rodriguez lösen und unbedrängt einköpfen (33.).
Rodriguez bot erneut eine völlig desaströse Vorstellung, bekam Farfán nie in den Griff und war selbst wohl am meisten überrascht, dass er die Partie auf dem Platz zu Ende bringen durfte. Fagner, sein Pendant auf der rechten Abwehrseite des VfL, hatte zu Beginn zwar ein paar gute Tackling-Szenen, war jedoch entscheidend an den beiden Schalker Toren im zweiten Durchgang beteiligt. Erst ließ er Ibrahim Affelay vor dem 0:2 ziehen (46.), dann pennte er vor dem 0:3 von Roman Neustädter vor der Torlinie und hob so die Abseitsstellung auf (58.).
Der VfL bot insgesamt ein Bild des Grauens. Harmlos, mutlos und – in der zweiten Hälfte – wehrlos wurde die dritte Pleite in Folge hingenommen. Kein Wolfsburger Feldspieler erreichte auch nur annähernd Normalform. Vieirinha war ein Totalausfall, Srdjan Lakic hing völlig in der Luft und Diego suchte verzweifelt und vergebens jemanden, der mit ihm Fußball spielen wollte und machte so das VfL-Spiel zusätzlich langsam.
Für Trainer Felix Magath war der Knackpunkt des Spiels der Treffer kurz nach Wiederbeginn. „Das 2:0 hat uns das Genick gebrochen“, sagte er und fügte sarkastisch hinzu: „Wir waren gute Gäste und haben uns nur 45 Minuten gewehrt.“ Und selbst das kann man nur mit sehr viel Wohlwollen so sehen…
