Dieter Hecking sieht seinen VfL auf einem guten Weg

Belek  Zur Halbzeit des Trainingslagers in der Türkei zieht der neue Wolfsburg-Coach eine zufriedene Zwischenbilanz. Der Kampf um die Stammplätze tobt.

Für eine Bilanz ist es noch zu früh, doch die Eindrücke der ersten Tage aus dem Trainingslager des VfL Wolfsburg stimmen positiv für die Rückrunde in der Fußball-Bundesliga. Innerhalb weniger Tage hat es der neue Trainer Dieter Hecking geschafft, den „Wölfen“ Teile einer neuen Spielkultur zu vermitteln. Im ersten Test gegen Besiktas Istanbul waren jedenfalls bereits gute Ansätze zu erkennen.

„Wir sind auf einem guten Weg“, stellt Hecking zufrieden fest. Seine Mannschaft präsentierte sich vor allem in den ersten 45 Minuten gegen den türkischen Spitzenklub gut organisiert und mit einem ordentlichen Spielaufbau. „In der zweiten Hälfte sind wir dann etwas unter Druck geraten, haben aber toll das 2:0 herausgespielt. Insgesamt war es ein guter Start“, findet Hecking.

Ihm ist allerdings klar, dass es für die Wolfsburger noch ein langer Weg zu einer Spitzenmannschaft ist. Schritt für Schritt will er mit seinem Team vorankommen. Doch inzwischen nimmt eine mögliche Startelf für den Rückrunden-Auftakt Form an. In der Innenverteidigung liefern sich Alexander Madlung und Emanuel Pogatetz einen Zweikampf um den durch Naldos Gelb-Sperre freien Platz neben Simon Kjaer. Aktuell hat Madlung die Nase etwas vorne. Im Mittelfeld darf sich Christian Träsch Hoffnungen auf eine Rückkehr in die Wolfsburger Stammelf machen. An der Seite des starken Jan Polak lieferte der 25-Jährige gegen Besiktas eine gute Partie auf der Doppelsechs ab. Kann er die Leistungen bestätigen, könnte Träsch von der Rot-Sperre Josués profitieren und nach eineinhalb schweren Jahren in Wolfsburg einen echten Neuanfang beim VfL hinlegen.

Auch Ricardo Rodriguez hat Werbung in eigener Sache betrieben. Der Linksverteidiger bereitete als Mittelfeldspieler gegen Istanbul beide Treffer des VfL vor. Das dürfte dem 20-Jährigen Auftrieb geben. Er gilt als Wechselkandidat. Als linker Verteidiger kommt er wahrscheinlich nicht an Marcel Schäfer vorbei, ob er im Mittelfeld seinen Platz findet, ist aber trotz der zwei Vorlagen fraglich. Für die Linksaußen-Position haben die Wolfsburger gerade Ivan Perisic für etwa acht Millionen Euro verpflichtet.

Der Konkurrenzkampf beim VfL ist also in vollem Gang. Das wird auch im Training deutlich, wo engagiert und konzentriert gearbeitet wird. Da Hecking mit seinem Team bisher zufrieden sein kann, gab es gestern auch den ersten freien Nachmittag für die Spieler.

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