Perisic-Transfer kurz vor dem Abschluss

Belek  34 Spieler zählt der VfL-Kader. Noch, denn der Transfer des Dortmunders Ivan Perisic könnte bereits am Samstag perfekt gemacht werden.

31 Spieler hat Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg mit ins Winter-Trainingslager im türkischen Belek genommen. Das ist eigentlich zu viel, wie Trainer Dieter Hecking und Manager Klaus Allofs unisono finden. Trotzdem werden sie vielleicht noch in dieser Woche einen weiteren Spieler im VfL-Quartier begrüßen. Der Wechsel des Dortmunders Ivan Perisic steht kurz vor dem Abschluss.

Nach Informationen unserer Zeitung könnte der Transfer bereits heute über die Bühne gehen. Mit dem kroatischen Nationalspieler ist sich der VfL weitgehend einig. Auch an der Ablöseforderung der Dortmunder für den offensiven Mittelfeldspieler von etwa sieben Millionen Euro sollte es nicht scheitern. „Wir sind auf einem sehr guten Weg und arbeiten daran. Es kann jetzt schnell gehen“, sagte Perisic-Berater Tonci Martic auf Nachfrage. „Am Wochenende können wir wohl mehr sagen.“

Mit Perisic würde der Wolfsburger Kader wieder 35 Spieler umfassen. Sich über das aufgeblähte VfL-Aufgebot zu beschweren und gleichzeitig neue Spieler zu holen, sieht Allofs aber nicht als Widerspruch an. „Es ist kein Geheimnis, dass wir uns trotz unseres großen Kaders noch auf einigen Positionen verbessern können“, sagt er. Die Außenpositionen im offensiven Mittelfeld waren eine der Schwachstellen des VfL in der Hinrunde, für die es zudem wenig personelle Alternativen gab. Perisic soll helfen, dieses Problem zu beheben.

Ansonsten wollen die „Wölfe“ in dieser Transferphase aber eher abgeben als holen. Denn die Kadergröße sieht Coach Hecking nicht gerade als optimal für die tägliche Trainingsarbeit an. „Das ist nicht gut, da brauchen wir nicht herum zu reden. Ich denke, es macht mir keinen Spaß, wenn ich am Rand sechs, sieben Spieler sehe. Das ist bei den Spielern genauso. Klaus und ich wissen beide, dass die Kadergröße nicht optimal ist“, sagt Hecking.

Er lässt noch viel rotieren im Training. Jeder muss mal zuschauen. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist das noch kein Problem, man kann viele Stabilitätsübungen machen. Außerdem wäre es fahrlässig, wenn ich mich nur auf elf Spieler festlegen würde. Mit Naldo und Josué fehlen uns im nächsten Spiel zwei Leute, die sich berechtigte Hoffnungen machen, zu spielen“, sagt Hecking.

Trotzdem sieht es so aus, als habe er bereits nach den ersten Tagen mit der Mannschaft eine A-Elf im Kopf. In den ersten Trainingseinheiten gab es oft folgende Feldspieler-Formation: Fagner, Kjaer, Pogatetz, Schäfer – Träsch, Polak – Hasebe, Diego, Jönsson – Olic. Es fehlen die gesperrten Naldo und Josué sowie der verletzte Bas Dost. So könnte die Aufstellung gegen Stuttgart zum Rückrunden-Auftakt aussehen. Nur Rasmus Jönsson muss wahrscheinlich noch für Perisic weichen.

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