Hecking hofft auf eine Überraschung

Wolfsburg  Donnerstagabend landete der VfL mit 31 Spielern in der Türkei, bleibt bis 11. Januar im Trainingslager in Belek. Mit dabei ist auch ein U23-Spieler.

Vom Flughafen in Antalya ging es für die 31 VfL-Profis und 30 Alu-Kisten weiter nach Belek.

Foto: Sebastian Priebe/regios24

Vom Flughafen in Antalya ging es für die 31 VfL-Profis und 30 Alu-Kisten weiter nach Belek. Foto: Sebastian Priebe/regios24

31 Spieler nahm VfL-Trainer Dieter Hecking am späten Donnerstagnachmittag mit auf die Reise in das Trainingslager in Belek. Überpünktlich um 20. 55 Uhr landete der VfL-Tross auf dem Flughafen in Antalya, fuhr von dort zum Abendessen in das 45 Minuten entfernte 5-Sterne-Hotel Calista Luxury Resort, die Heimat der „Wölfe“ in den kommenden Tagen.

Zum Kader zählt etwas überraschend auch U23-Linksverteidiger Dan-Patrick Poggenberg. Ein Indiz, dass die Verantwortlichen durchaus mit dem Abgang von Ricardo Rodriguez rechnen. Aus dem 34 Mann starken Profi-Kader fehlen Hrvoje Cale, Kevin Pannewitz (dürfen gehen), Maximilian Arnold (baut sein Abitur) und Vaclav Pilar (Reha nach Kreuzbandriss).

Bis zum 11. Januar wird Wolfsburgs Fußball-Bundesligist in der Türkei bleiben. Für viele Spieler bietet sich nun eine neue Perspektive. „Jeder hat die Möglichkeit, sich in den nächsten Tagen zu zeigen“, kündigt Hecking an. Potenzielle Stammspieler wie Emanuel Pogatetz oder Christian Träsch, die in der Hinrunde meist auf der Bank saßen, dürften sich angesprochen fühlen. „Ich will die Tür öffnen für den einen oder anderen, der in den letzten Wochen nicht die erste Rolle gespielt hat“, so Hecking. „Vielleicht gibt es ja die ein oder andere Überraschung.“

Auf den hoteleigenen Trainingsplätzen soll ab heute konzentriert gearbeitet werden. „Das Wichtigste ist, dass wir jetzt relativ schnell zu einer Einheit werden, dass sich die Mannschaft an mich gewöhnt, meine Art der Ansprache und was ich verlange“, sagt der 48-Jährige, der den unter Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner begonnenen Aufwärtstrend fortsetzen will. „Die Mannschaft hat zuletzt ordentliche Ergebnisse erzielt, die Stabilität war zu sehen. Das wollen wir weiter verbessern. Deshalb werden wir in den Einheiten einen Schwerpunkt auf das Spiel mit dem Ball legen.“

Manager Klaus Allofs erwartet sich viel vom Trip in die Türkei. „In erster Linie geht es darum, dass Dieter Hecking seine Art zu arbeiten, seine Ideen, die er für das Spiel und die Taktik hat, an die Mannschaft weitergibt“, sagt er. „Aber wir haben in der Vorrunde Dinge festgestellt worden, die uns nicht so gut gefallen haben. Diese kleinen Probleme, die wir noch haben, werden wir angehen.“ Ins Detail gehen will Allofs nicht, doch dürfte er sich vom neuen Trainer vor allem eine deutlich attraktivere Spielweise als zuletzt erhoffen. „Gerade am Ende haben wir viele Spiele über den Willen für uns entscheiden können.“

Bei Hecking rennt er da offene Türen ein. „Die Mannschaft hat eine große Qualität, wenn sie in Ballbesitz ist. Das wollen wir auch auf den Platz bringen.“ Entscheidend dazu beitragen soll Diego, der nach dem Hinflug in die Türkei übrigens sein Handgepäck im Flieger vergessen hatte. „Natürlich wissen wir von der individuellen Qualität Diegos bei eigenem Ballbesitz. Er wird wie jeder andere auch Vorgaben bekommen. Aber wichtig ist, dass er Spaß am Fußball hat, dass Diego seine Qualitäten mit dem Ball ins Spiel einbringt.“

Hecking selbst kann sich derzeit nur verbal richtig einbringen. Nach einer Knie-Op Anfang Dezember muss er noch eine Schiene tragen. „Leider kann ich mein Knie noch nicht voll belasten. Ich hoffe, dass ich in zwei Wochen die lästige Schiene ablegen kann. Dann kann ich mich auch flotter bewegen“, sagt er.

Der VfL-Kader in Belek: Benaglio, Drewes, Hitz – Diego, Dost, Fagner, Hasani, Hasebe, Helmes, Josué, Jönsson, Kahlenberg, Kjaer, Klich, Kyrgiakos, Knoche, Lakic, Lopes, Madlung, Medojevic, Naldo, Olic, Orozco, Poggenberg, Pogatetz, Polak, Rodriguez, Schäfer, Schulze, Träsch, Vierinha.

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