Bas Dost: Es ist unglaublich, dass wir verloren haben

Wolfsburg  Bas Dost war in Mönchengladbach am verzweifeln. Was der VfL-Stürmer auch versuchte, es wollte ihm bei der Borussia vom Rhein kein Treffer gelingen.

Bas Dost trauert in Gladbach einer seiner vielen Chancen nach.

Foto: imago

Bas Dost trauert in Gladbach einer seiner vielen Chancen nach. Foto: imago

„In der zweiten Hälfte ging ein Kopfball von mir nur knapp vorbei, außerdem treffe ich einmal den Pfosten. Deshalb bin ich natürlich nicht mit mir zufrieden“, ärgerte sich der mit sechs Treffern torgefährlichste Wolfsburger Angreifer in dieser Saison.

Deshalb geht der Blick der „Wölfe“ in der Fußball-Bundesliga wieder nach unten. „Wir sind Tabellenfünfzehnter. Das ist scheiße“, wird Dost deutlich. Das Spiel in Mönchengladbach hat dem Niederländer deutlich auf den Magen geschlagen. „Es ist unglaublich, dass wir das Spiel verloren haben. Ich weiß nicht, wie es dazu kommen konnte. Wir haben sehr gut gespielt, aber Juan Arango hat ein super Tor geschossen“, sagt Dost. In dem ersten Treffer der Gladbacher, den Arango mit einem fulminanten Volleyschuss erzielte, sieht er einen der Hauptgründe für die VfL-Niederlage. Es war die erste Torchance der Gastgeber, die sich auch im weiteren Spielverlauf als sehr abgeklärt und effektiv im Abschluss erwiesen. Das war der große Unterschied zum VfL.

Das Spiel gegen Gladbach offenbarte aber noch ein weiteres Problem der Wolfsburger. Bei Ecken strahlt der VfL in dieser Saison noch keine Torgefahr aus. Während die Gastgeber am Mittwoch gleich die erste Ecke zum 2:0 durch Tony Jantschke nutzten, blieb die Mannschaft von Trainer Lorenz-Günther Köstner auch nach acht Versuchen ohne Erfolg. „Ich weiß nicht, warum es bisher nicht geklappt hat. Dabei haben wir mit Diego und Makoto Hasebe Spieler, die gut Ecken schießen können“, sagt Dost. Auch seinem Trainer ist dieses Defizit des VfL bereits aufgefallen. „Ich weiß, was Ecken für eine Waffe sein können, das ist bei uns sicherlich noch verbesserungsfähig“, sagt Köstner.

Dabei ließ er Standardsituationen bereits ausgiebig üben. Doch bisher zeigte das noch keine Wirkung. „Im Spiel müssen dann natürlich auch die Positionen eingehalten werden. Das hat man ja auch beim Gladbacher 2:0 gesehen“, sagt Köstner. Da hatte Jantschke am zweiten Pfosten gelauert und den Ball nach einer unglücklichen Verlängerung der Wolfsburger über die Linie gedrückt. „Letztlich brauchen wir aber auch ein bisschen Glück“, relativiert Köstner seine Kritik an den Ecken-Künsten seiner Mannschaft.

Den Knackpunkt der Partie in Mönchengladbach sah er aber nicht in der Offensive, sondern im Defensivverhalten. „Wir haben besser gespielt, aber Gladbach hat besser verteidigt“, sagt Köstner. Bereits beim 1:0 der „Fohlen“ hatte sich der VfL dumm angestellt. Das Mittelfeld verhinderte einen langen Pass von Havard Nordtveit nicht, und Rechtsverteidiger Fagner war viel zu weit weg von Torschütze Arango. „Das war gut gemacht und schwierig für Fagner, kann aber auch verteidigt werden. Bereits der Pass hätte verhindert werden können“, meint Köstner.

Trotzdem will man sich beim VfL den guten Eindruck der vergangenen Wochen durch die Niederlage in Gladbach nicht kaputtmachen lassen. Zumal die Leistung weitestgehend stimmt. „Wenn wir gegen den Hamburger SV wieder so spielen, gewinnen wir“, ist sich Dost sicher.

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