Von Hasebe bis Schäfer: Alle loben Manager Allofs

Wolfsburg  Einen perfekten Einstand erlebte Klaus Allofs als neuer Manager des VfL. Doch nicht nur wegen des 3:1-Erfolgs in Hoffenheim ist die Stimmung gut.

Makoto Hasebe (Mitte) brachte den VfL gegen die TSG mit einem Kopfballtor in Führung. Es war der erste Saisontreffer des Japaners.

Foto: Huber/regios24

Makoto Hasebe (Mitte) brachte den VfL gegen die TSG mit einem Kopfballtor in Führung. Es war der erste Saisontreffer des Japaners. Foto: Huber/regios24

Strahlend stellte sich Klaus Allofs nach seinem ersten Spiel als Manager des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg und dem 3:1-Sieg bei 1899 Hoffenheim den Medienvertretern. „Ich freue mich natürlich sehr über diesen Sieg und dass ich einen solchen Einstand hatte“, sagte er.

Locker und gelöst präsentierte sich der 55-Jährige und war nach der Anspannung der vergangenen Tage zu Scherzen aufgelegt. Auf die Frage, was er denn aus seiner Zeit in Bremen mit nach Wolfsburg gebracht habe, griff er in die linke Sakkotasche und präsentierte breit lächelnd: „Einen Kugelschreiber.“

Allofs offene und unkomplizierte Art kommt auch bei der Mannschaft an. „Er macht einen sehr, sehr guten und sympathischen Eindruck. Dass er ein klasse Manager ist, hat er in den vergangenen Jahren in der Bundesliga ja gezeigt. Ich bin froh, dass er jetzt bei uns ist“, sagte Kapitän Diego Benaglio.

Unter Allofs hat schon nach wenigen Tagen eine neue Gesprächskultur Einzug gehalten. „Er spricht viel mit uns, und sein Büro steht uns immer offen“, sagte etwa Makoto Hasebe. Und Marcel Schäfer ergänzte: „Es ist natürlich schwierig, in so kurzer Zeit etwas zu verändern. Aber es ist jetzt schon klar, dass er sehr gut zu uns passt.“

Der so Gelobte wollte dagegen nicht so viel Aufsehen um seine Person machen. „Ich bin nach wie vor in der Beobachterrolle. Ich bin nahe an der Mannschaft, weil ich die Spieler kennen lernen will. Mit einer Ferndiagnose geht das nicht“, sagte Allofs.

Auch die Tatsache, dass er mit auf der VfL-Bank saß, wollte er nicht überbewerten. „Das ist auch eine Bank wie jede andere. Und die hier kannte ich ja immerhin auch schon etwas aus Bremer Zeiten.“ Und auch für Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner war der Manager auf der Bank nichts Besonderes. Wie es denn war mit Allofs auf der Bank, wurde er gefragt: „Sehr ruhig“, war Köstners kurze Antwort. Dass Allofs auch beim ersten VfL-Tor eher verhalten jubelte, kommentierte dieser so: „Ich habe auch bei Werder nicht immer Purzelbäume geschlagen, wenn wir getroffen haben.“

Nach 13 Jahren hat er seinen Ex-Verein natürlich weiter im Blick. Am Samstag hat er mit Bremens Trainer Thomas Schaaf telefoniert, ihm Glück für das Spiel gegen Düsseldorf gewünscht. „Es passt, dass auch Werder gewonnen hat. Ich bin insgesamt sehr zufrieden.“

Wie es nun beim VfL Wolfsburg in der Kader- und Trainerfrage weitergeht, steht noch nicht fest. „Wir schauen uns das jetzt erst einmal weiter an und treffen dann gemeinsam die Entscheidungen“, betonte Allofs.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
Leserkommentare (15)
    Weitere Artikel aus diesem Ressort