Köstner bemängelt „Klugscheißer-Mentalität“ seiner Spieler

Wolfsburg  Einen Tag nach der 0:1-Pleite des VfL beim 1. FC Nürnberg wurde es in Wolfsburg laut. Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner hielt eine Wutrede.

VfL-Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner steht für klare Ansagen in Richtung seiner Spieler.

Foto: regios24/Sebastian Priebe

VfL-Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner steht für klare Ansagen in Richtung seiner Spieler. Foto: regios24/Sebastian Priebe

Der Coach stauchte beim Sonntags-Training die Ersatzspieler ordentlich zusammen. „Diese Klugscheißer-Mentalität“, hallten Köstners Worte deutlich vernehmbar über den Trainingsplatz an der VW-Arena. Der Interimstrainer unterbrach das Trainingsspiel der Ersatzspieler mit hochrotem Kopf und legte nach: „Ich weiß, ihr könnt für die gestrige Niederlage nichts, aber wir kämpfen alle zusammen um den Klassenerhalt. Wir wollen Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit und nicht eure Klugscheißer-Mentalität.“

Der Grund für die Wut-Rede: Beim Trainingsspiel hatten die Kicker immer wieder über die Abseitsentscheidungen der Trainer gemeckert, wollten jede Entscheidung diskutieren. „Die sollen akzeptieren, was wir sagen“, so Köstner.

Dabei war die Lamentiererei nur der Tropfen, der das Fass beim Übungsleiter zum Überlaufen gebracht hat. Denn Köstner kämpft derzeit nicht nur gegen den Abstieg, sondern muss sich dabei offenbar auch noch mit leichten Hörproblemen seiner Spieler herumschlagen. Direkt nach dem 0:1 in Nürnberg monierte er: „Wir hatten nach den zwei Siegen gesagt, dass noch nicht alles so ist, wie man es sehen will. Dann ist es oft so, dass einige nicht zuhören wollen.“

Am Sonntag vor dem Auslaufen stand dann für alle Spieler die erste Videoanalyse der Nürnberg-Pleite an. Im Mittelpunkt: das Fehlverhalten vor dem entscheidenden Tor. „Da haben wir darüber gesprochen, dass man in solchen Situationen durchlaufen muss und nicht einfach stehenbleiben kann“, so Köstner. Doch beim späteren Trainingsspiel machten einige VfL-Kicker genau dies wieder. „Da musste ich halt auch mal lauter werden.“

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