Pogatetz: „Wir sind bei der Ehre gepackt“

Wolfsburg  Pfiffe, Hohn und Spott mussten die Profis des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg beim 0:2 gegen Freiburg von den eigenen Fans ertragen.

Emanuel Pogatetz (Zweiter von rechts, im Zweikampf mit Rasmus Jönsson) ist zuversichtlich, dass der VfL am Samstag anders auftritt.

Foto: Mottl/rs24

Emanuel Pogatetz (Zweiter von rechts, im Zweikampf mit Rasmus Jönsson) ist zuversichtlich, dass der VfL am Samstag anders auftritt. Foto: Mottl/rs24

„Der Stolz der Spieler ist angekratzt. Keiner will noch einmal so ausgepfiffen werden“, sagt Emanuel Pogatetz.

Der Innenverteidiger war am vergangenen Samstag der Feldspieler, der seiner Normalform noch am nähsten kam. „Es war ein fürchterliches Spiel“, gibt Pogatetz unumwunden zu – und er verspricht Besserung. „Das wollen wir so nicht stehen lassen. Wir Spieler sind bei unserer Ehre gepackt. Ich bin überzeugt, dass wir anders auftreten werden und damit schon in Düsseldorf anfangen.“

Nach dem freien Montag standen gestern wieder zwei Übungseinheiten an. Pogatetz meint zuversichtlich: „Man hat im Training gesehen, dass die Jungs heiß sind. Jeder ist in der Pflicht. Ich hatte heute den Eindruck, dass das auch jeder begriffen hat.“ Das Spiel gegen Freiburg sei abgehakt, versichert Pogatetz. „Es bringt nichts, zu jammern oder uns selbst zu bemitleiden. Wir müssen nach vorne schauen. Ich bin überzeugt, dass wir die Qualität haben und die Einstellung zeigen, um vom Tabellenende wegzukommen.“

Was in den Tagen bis zum Spiel am Samstag in Düsseldorf passieren muss, ist für den österreichischen Nationalspieler auch klar: „Wir müssen im Training hart arbeiten und noch enger zusammenrücken.“ Bei einer für gestern Abend geplanten Mannschaftssitzung ohne Trainer wollten sich die VfL-Profis deutlich die Meinung sagen.

„Die Stimmung in der Mannschaft ist in Ordnung“, betont Pogatetz. „Und wir haben genug erfahrene Spieler, um da unten rauszukommen.“

Dass die vielen Umstellungen durch Trainer Felix Magath das Team verunsichern, will Pogatetz nicht als Ausrede gelten lassen. „Es ist egal, wer spielt, oder ob elf gewechselt werden oder keiner. Das ist nebensächlich. Entscheidend ist, dass wir mehr Einsatz zeigen und zeigen, dass es uns nicht egal ist, dass wir Letzter sind“, sagt der österreichische Nationalspieler.

Warum der VfL nur fünf Punkte aus acht Spielen hat, ist auch für den 29-Jährigen nur schwer zu erklären. „Zu Beginn der Saison waren unsere Leistungen nicht so schlecht wie die Ergebnisse. Dann hat sich Verunsicherung breitgemacht und wir haben schlecht gespielt.“

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