Verlieren ist für den VfL Wolfsburg verboten

Wolfsburg  Wenn nicht jetzt, wann dann: Diesen bekannten Lied-Refrain haben die Wolfsburger Bundesliga-Fußballer zuletzt sicher einige Male innerlich gesummt.

Eine Niederlage können sich Fágner (von links), Diego Benaglio und Robin Knoche mit dem VfL gegen Freiburg nicht erlauben.

Foto: Wappler/regios24

Eine Niederlage können sich Fágner (von links), Diego Benaglio und Robin Knoche mit dem VfL gegen Freiburg nicht erlauben. Foto: Wappler/regios24

Der VfL ist nämlich im Heimspiel gegen den SC Freiburg zum Siegen verdammt, sonst wird’s ungemütlich. Die Mannschaft von Trainer Felix Magath steht heute (15.30 Uhr, VW-Arena) mit dem Rücken zur Wand. Alles andere als ein Sieg würde den VfL noch tiefer in die Krise stürzen, der mit nur fünf Punkten aus sieben Spielen bereits jetzt deutlich hinter den Erwartungen geblieben ist. Sogar das Wort Abstiegsgefahr würde bei einer weiteren Enttäuschung wohl zukünftig zum Wolfsburger Wortschatz gehören. Der Coach erhöht vor dem Heimauftritt nochmal den Druck auf seine Mannschaft. „Wir brauchen drei Punkte, ohne Wenn und Aber. Deshalb hat es für uns auch keine Bedeutung, dass Freiburg in dieser Saison bisher eine gute Rolle spielt“, sagt Magath. Er bezeichnet die Gäste als „lauf- und spielstarkes“ Team. „Der SC hat sich gut entwickelt. In dieser Zusammensetzung hat die Mannschaft die Chance, an gute Freiburger Zeiten anzuknüpfen“, so Magath.

Das war auch sein Ziel, als er im März 2012 zum VfL zurückkehrte. Doch die Rückkehr zur glorreichen Wolfsburger Vergangenheit mit der Meisterschaft als Höhepunkt hat sich in seiner zweiten Amtszeit bei den „Wölfen“ noch nicht geklappt. Deshalb wird auch die Kritik an Magath lauter. Doch noch hält der von VW dominierte Aufsichtsrat des Klubs seine Hand über Magath. In dieser Woche gab erst der Aufsichtsrats-Vize Stephan Grühsem gegenüber unserer Zeitung dem Trainer Rückendeckung. Abschließend ließ sich der Vorsitzende des Gremiums, Francisco Javier Garcia Sanz, beim VfL-Training blicken und sendete damit ein Bild der Geschlossenheit.

Magath selbst ist in seiner Karriere schwierige Situationen gewohnt und lässt sich deshalb nicht aus der Ruhe bringen. Noch hat er die Rückkehr nach Europa in dieser Saison als Ziel nicht aufgegeben. „Die Situation ist so ähnlich wie in der Saison 2007/08. Da haben wir auch erst am Ende der Hinrunde die Kurve gekriegt und haben uns letztlich doch noch für den Uefa-Pokal qualifiziert“, erinnert sich der Coach. Im Moment scheint es aber fraglich, dass das VfL-Umfeld noch einmal so viel Geduld aufbringt. Ein Sieg gegen Freiburg würde nicht nur dem Punktekonto guttun, sondern auch der Jobsicherheit des Trainers.

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