Vieirinhas Sehnsucht nach einem Erfolgserlebnis

Wolfsburg  Vom Krisengerede beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg will Vieirinha nichts wissen.

Vieirinha will mit dem VfL schnell wieder nach oben.

Foto: regios24/Wappler

Vieirinha will mit dem VfL schnell wieder nach oben. Foto: regios24/Wappler

„Wenn wir gewinnen, ändert sich alles“, sagt der Mittelfeldspieler. „Dann gibt es keine Diskussionen um Taktik oder Aufstellungen mehr.“

Die Systemfrage, die Wolfsburg derzeit beschäftigt, ist für den Portugiesen nicht relevant. Ob mit einem Stürmer, wie bislang – ohne Erfolg – von Trainer Felix Magath praktiziert, oder eine Rückkehr zu einem Zwei-Stürmer-System: Der 26-Jährige nimmt es, wie es kommt. „Ich will einfach nur spielen, habe kein bestimmtes System im Kopf. Der Trainer entscheidet, mit welcher Taktik wir spielen“, sagt er.

Doch auch wenn ihn die Taktik-Diskussionen nicht interessieren, verschließt er nicht die Augen vor der, gelinde gesagt, unschönen Lage des VfL. „Es ist momentan hart, weil die letzten Spiele vom Resultat her schlecht waren.“ Vor allem der ausbleibende Erfolg mit drei Pleiten in Folge und insgesamt sechs Spielen ohne Sieg gehe den Wolfsburger Profis an die Nieren. „Jeder versucht, weiterhin positiv zu denken“, so Vieirinha. „Aber das ist nicht einfach, wenn die Erfolge ausbleiben.“

Der Offensivspieler sieht nur einen logischen Weg aus der Krise: „Wir müssen hart arbeiten, um die Situation zu ändern.“ Dass die wie Vieirinha in Wolfsburg verbliebenen Spieler auch in Abwesenheit der Nationalspieler täglich auf dem Trainingsplatz ranklotzen müssen, ist deshalb kein Problem für ihn. „Wir müssen viel trainieren um fit zu bleiben und um die Fehler abzustellen, die wir in den letzten Spielen gemacht haben.“

Dabei ist Vieirinha überzeugt, dass nur wenig fehlt, um den VfL wieder in die Spur zu bringen. „Ich habe schon nach der Mainz-Partie gesagt, dass ein gewonnenes Spiel alles ändern kann“, sagt er. Das gelte nicht nur für die Mannschaft im Ganzen, sondern auch für jeden Einzelnen. „Genauso ist es mit dem Toreschießen“, sagt er mit Blick auf die zwei erzielten VfL-Tore – und die eigene dürftige Ausbeute.

Seit seinem Wechsel im Januar 2012 von PAOK Saloniki zum VfL kam Vieirinha auf 16 Einsätze, blieb allerdings noch ohne Torerfolg. „Er muss torgefährlicher werden“, sagt denn auch sein Trainer. „Er ist ein Spieler, der ein hohes Tempo gehen, schießen und flanken kann und mit dem Ball perfekt unterwegs ist. Das muss er aber noch richtig einsetzen“, so Magath. „Ein Erfolgserlebnis wäre für ihn wichtig.“

Am besten bereits im Heimspiel gegen Freiburg. Denn auch Vieirinha weiß, dass nur ein VfL-Sieg Ruhe bringen kann. „Jedes Spiel ist wichtig. Aber Freiburg ist wichtiger, weil wir in einer Situation sind, in die wir nicht kommen wollten.“

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