Wird Augsburg der neue Angstgegner des VfL?

Wolfsburg  Zweimal hat der VfL bisher in der Bundesliga gegen Augsburg gespielt, beide Spiele gingen verloren. Eine dritte Pleite will die Magath-Elf verhindern.

In der Rückrunde der vergangenen Saison verlor Vieirinha (Mitte) mit dem VfL gegen Augsburg 1:2.

Foto: rs24/Priebe

In der Rückrunde der vergangenen Saison verlor Vieirinha (Mitte) mit dem VfL gegen Augsburg 1:2. Foto: rs24/Priebe

VfL-Trainer Felix Magath winkt nur ab, als er bei der Pressekonferenz vor dem Augsburg-Spiel auf die bayerischen Wochen für die „Wölfe“ in der Fußball-Bundesliga angesprochen wird. „Das sei der falsche Gedanke“, sagt er. Die Konzentration liege allein auf dem nächsten Spiel.

Was wie die übliche Fußball-Floskel klingt, hat beim VfL einen ernsten Hintergrund. In der vergangenen Saison gab es für die Wolfsburger die Pflichtspielpremiere gegen den FCA. Zweimal spielten die Klubs in der Bundesliga gegeneinander, beide Male verließ die Magath-Elf den Platz als Verlierer. „Es darf nicht so weit kommen, dass sich Augsburg zu einem Angstgegner von uns entwickelt“, sagt Magath. Die Frage des Journalisten nach der Zielvorgabe für die drei Begegnungen gegen die bayerischen Klubs Augsburg, Fürth und München hintereinander ließ er also nicht ganz zu Unrecht unbeantwortet.

Für den VfL geht es heute ab 20.30 Uhr in Augsburg aber nicht nur darum, das Entstehen eines neuen Angstgegners zu verhindern. Auch dem Saisonstart soll noch ein positiver Anstrich verpasst werden. Die deutliche Niederlage gegen Hannover 96 hatte bei vielen Fans Fragen nach der Leistungsfähigkeit der Mannschaft aufkommen lassen, der gute Eindruck des Auftaktsieges in Stuttgart war verflogen. Mit einem Erfolg in Augsburg lässt sich das Spiel gegen Hannover, wie von Magath gewünscht, leichter in die Kategorie „Ausrutscher“ schieben. Bei einem Unentschieden oder gar einer Niederlage sehe das schon etwas anders aus.

Hoffnung macht der Saisonstart der Augsburger. Der FC hat nach zwei Spielen noch null Punkte auf dem Konto. Vor allem aus dem ersten Heimspiel der Schwaben gegen Aufsteiger Düsseldorf hat Magath seine Lehren gezogen. „Zu Hause scheint es für die Augsburger etwas schwieriger zu sein, weil sie selber das Spiel machen müssen“, sagt Magath. Ob seine Mannschaft von dieser Schwäche profitieren kann, wird sicherlich davon abhängen, was der VfL dem großen Kampfgeist der Hausherren entgegenbringen kann.

Auf personelle Konsequenzen hat Magath nach der Derby-Pleite jedenfalls verzichtet. Nur der wegen seiner gelb-roten Karte gesperrte Robin Knoche fehlt im Kader im Vergleich zum Hannover-Aufgebot. Dafür ist der dänische Nationalspieler Simon Kjaer dabei. Ansonsten vertraut Magath dem selben Personal. Eine weitere Enttäuschung wird er aber nicht dulden.

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