HSV will Jiracek holen

Wolfsburg  Der HSV hat seine Fühler nach Petr Jiracek vom VfL Wolfsburg ausgestreckt. Die Hanseaten wollen den Tschechen unbedingt verpflichten.

Im März schlug Petr Jiracek mit dem VfL Wolfsburg den HSV noch mit 2:1. Nun wollen die Hanseaten den Tschechen haben.

Foto: imago

Im März schlug Petr Jiracek mit dem VfL Wolfsburg den HSV noch mit 2:1. Nun wollen die Hanseaten den Tschechen haben. Foto: imago

Nach Informationen unsrer Zeitung hat der Fußball-Bundesligist Hamburger SV Ligakonkurrent VfL Wolfsburg ein Angebot für Petr Jiracek vorgelegt.

Offiziell halten sich die Hanseaten bedeckt. „Zu Spielern anderer Vereine äußere ich mich nicht“, sagt HSV-Sportchef Frank Arnesen auf WN-Nachfrage. „Erst wenn ein Spieler zu uns gewechselt ist, nehme ich dazu Stellung.“

Doch hinter den Kulissen haben die Hamburger den Vorwärtsgang längst eingelegt. So soll bereits Ende vergangener Woche für den Mittelfeldspieler ein HSV-Angebot beim VfL eingegangen sein. Allein die Antwort aus Wolfsburg steht aus.

Nach Aussage eines Mitglieds des Hamburger Aufsichtsrates, das nicht genannt werden will, soll das Angebot für Jiracek in etwa dem entsprechen, was der VfL im vergangenen Winter für den Tschechen an seinen damaligen Verein Viktoria Pilsen gezahlt hat. Rund vier Millionen Euro soll den Wolfsburgern Ende Dezember 2011 die Verpflichtung des Nationalspielers wert gewesen sein.

Seit dem Wochenende warten die Hamburger auf eine Antwort aus Wolfsburg. Bislang vergeblich, da der Verkauf von Jiracek wohl auch davon abhängt, ob Magath seinen Wunschspieler Benat Etxebarria von Betis Sevilla verpflichten kann. Klappt der Transfer-Coup mit dem Spanier, geht wohl auch der Jiracek-Wechsel zum HSV schnell über die Bühne.

Damit würde ein großes Missverständnis ein vorzeitiges Ende finden. Als sich die Wolfsburger die Dienste des 26-Jährigen Tschechen sicherten, statteten sie ihn mit einem Vertrag bis Sommer 2016 aus. Ende Februar verlor er wegen einer Verletzung seinen Stammplatz, kam dann nur noch zu sporadischen Einsätzen in denen er völlig verunsichert wirkte. Trotz einer starken Europameisterschaft baut Magath nicht mehr wirklich auf Jiracek, strich ihn am vergangenen Samstag kurz vor dem Pokalspiel aus dem Aufgebot.

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