Atletico verkauft Salvio, um Diegos Rückkehr zu finanzieren

Wolfsburg  Atletico Madrid macht Ernst im Werben um Diego vom VfL Wolfsburg.

Atletico Madrid geht kurz vor Ende der von Felix Magath für Diego gesetzten Wechselfrist in die Offensive. Der spanische Fußball-Erstligist verkauft Eduardo Salvio für acht Millionen Euro an Benfica Lissabon. Mit der Einnahme soll der Transfer des Brasilianers realisiert werden.

Seit Juni laufen die Gedankenspiele bei den Madrilenen, durch Spielerverkäufe die benötigten Millionen für die von den Fans herbeigesehnte Rückkehr Diegos zusammenzubekommen. Der Argentinier Eduardo Salvio galt dabei von Beginn an als heißester Verkaufskandidat bei Atletico (wir berichteten). Doch da die Verantwortlichen beim Europaliga-Sieger hofften, der VfL Wolfsburg würde seine Ablöseforderung für Diego senken, wurden die Verkaufsgespräche mit potenziellen Interessenten nicht forciert.

Das änderte sich nach Informationen unserer Zeitung im Verlauf der vergangenen Woche, als die positiven Berichte über Diego von der China-Reise des Fußball-Bundesligisten auch bis nach Spanien drangen. Die bislang bei Atletico herrschende Gewissheit, Magath würde doch noch weich werden und seinen Problemfall Diego billiger abgeben, wich der Angst, beim Werben um den 27-Jährigen das Nachsehen zu haben.

Noch am Freitag wurden demnach von Atletico-Seite die Gespräche mit Benfica Lissabon wieder aufgenommen. Die Portugiesen hatten den mittlerweile 22-jährigen Salvio bereits in der Saison 2010/11 von Atletico geliehen und seither versucht, den Argentinier fest zu verpflichten. Doch die von Madrid bislang geforderten zehn Millionen Euro für den Offensivspieler waren Benfica deutlich zu viel.

Lissabon spielte nun in die Karten, dass VfL-Trainer Magath Ende Juli als Deadline für einen möglichen Verkauf des Brasilianers gesetzt hatte. Atletico ging mit der Ablöseforderung für Salvio auf acht Millionen Euro runter, Benfica, das bereits 20 Prozent der Transferrechte am Argentinier besitzt, willigte ein. Noch am Samstag verabschiedete sich Salvio von seinen Mitspielern bei Atletico. Gestern flog er zu letzten Vertragsgesprächen nach Lissabon.

Sind die Verträge zwischen Benfica und Atletico unter Dach und Fach, wollen die Madrilenen dem VfL ein konkretes Angebot für Diego vorlegen. Die Zeit drängt, denn Magath bestätigte im Kicker noch einmal, dass sich an seiner Einstellung nichts geändert hat: „Die Fragen um Diego beschäftigen uns noch zwei, drei Tage. Wenn bis dahin nichts ist, bleibt er auch.“

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